125 Jahre ÖVGW - Vereinigung steht für sichere Gasversorgung und nachhaltiges Wirtschaften im Wasserbereich

Wien (OTS) - Aus Anlass des 125-Jahr-Jubiläums der Österreichischen Vereinigung für das Gas- und Wasserfach (ÖVGW) setzt sich der Verband verstärkt mit Zukunftsfragen auseinander. Während des am 31. Mai und 1. Juni 2006 in Wien stattfindenden Kongresses Gas Wasser in Wien diskutieren etwa 500 TagungsteilnehmerInnen Trends und zukünftige Technologien der beiden Branchen.

Sichere Gasanwendung im Zentrum

Der Präsident der Vereinigung VDir DI Dr Peter LAYR nahm in seinem Statement vor der Presse auf die Rolle der ÖVGW für eine sichere Gasanwendung Bezug: "Die ÖVGW als Regelsetzer und als staatlich anerkannte, unabhängige Zertifizierungsstelle trägt wesentlich zur Gassicherheit bei". Für die Gasnetzbetreiber wurde im Jahr 2004 eine spezifische Zertifizierungsbasis geschaffen: Gasnetzbetreiber haben mit der Zertifizierung die Möglichkeit, ihre technisch relevanten Arbeits- und Organisationsprozesse jeweils nach dem Stand der Technik im Sinne des Gaswirtschaftsgesetzes (GWG) rechtswirksam zu beurkunden. "Für die Menschen in Österreich bedeutet dies, dass damit alle Voraussetzungen für einen sicheren und zuverlässigen Betrieb von Erdgasleitungsanlagen definiert und von einer unabhängigen Stelle kontrolliert werden; damit ist auch ein bedeutender Beitrag für eine sichere Gasversorgung im Sinne des GWG geleistet", führte LAYR aus. Mit Beschluss des Versorgungssicherheitsgesetzes am 23. Mai 2006 wurde dieser Entwicklung auch durch den Gesetzgeber Rechnung getragen und der "ÖVGW-zertifizierte Gasnetzbetreiber" im GWG verankert.

Nachhaltiges Wirtschaften ist im Wasserfach das Um und Auf

"Nachhaltiges, den zukünftigen Anforderungen angepasstes Wirtschaften und Investitionen in die Zukunft sollen dafür sorgen, dass der hohe Qualitätsstandard und die Sicherheit der Versorgung mit hochqualitativem Trinkwasser auch in den nächsten Jahrzehnten erhalten bleiben", meinte der Vizepräsident der ÖVGW VDir DI Harald SCHNEIDER. Die großen Herausforderungen für die Wasserversorger liegen vor allem bei der Umsetzung der Folge-Richtlinien zur EU-Wasserrahmenrichtlinie wie beispielsweise der Grundwasserrichtlinie, dem langfristigen Schutz der Wasserreserven in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft, der Etablierung eines Benchmarkingsystems zur kontinuierlichen Qualitäts- und Effizienzsteigerung in der Trinkwasserversorgung und der Forcierung der Personalausbildung bei den Wasserversorgern. Mit ihrem Schulungsprogramm trägt die ÖVGW wesentlich zu einem österreichweit hohen Ausbildungsstandard bei.

Trinkwasser TOP, vertrauen in die Wasserversorger ungebrochen

Dass das Vertrauen der ÖsterreicherInnen in ihre Wasserversorger ungebrochen hoch ist, zeigt eindrucksvoll die - unter Mitwirkung der ÖVGW - durchgeführte Studie "AQA-Wasserreport 2006". 1.000 ÖsterreicherInnen wurden dabei über Einstellung und Wissen zu ihrem wichtigsten Lebensmittel und dessen Umfeld befragt. Mit der Traumnote von 1,3 (Schulnotensystem) werden die heimischen Versorgungsunternehmen von den ÖsterreicherInnen bedacht. Als wichtigstes Kriterium für eine gute Wasserversorgung wird dabei mit Abstand die "Wasserqualität" genannt - aber auch einen "bewussten Umgang" mit unserer wertvollen Ressource und die Sicherung der Versorgung wünschen sich die ÖsterreicherInnen von ihren Wasserversorgern.

Zudem "schmeckt" den ÖsterreicherInnen ihr Wasser - täglich fließen mehr als 1,5 Liter Leitungswasser pur oder gemischt durch die Kehlen. Den größten Durst auf Wasser zeigen nach eigenem Einschätzen hierbei die Tiroler mit knapp zwei Litern täglich. Die Qualität wird dabei besonders hoch eingeschätzt: 91 % der Gesamtbevölkerung beurteilen die Qualität ihres Trinkwassers mit sehr gut oder gut. Die höchste Zufriedenheit zeigen die westlichen Bundesländer (Vorarlberg, Tirol, Salzburg), Kärnten und Wien. Die hohe Zufriedenheit mit der Qualität zeigt sich für die ÖsterreicherInnen vor allem im "guten Geschmack" und der "Reinheit" des Trinkwassers.

Aber auch die Herkunft des Trinkwassers spielt zusehends eine Rolle bei der Beurteilung durch die Bevölkerung: Für 97 % (!) ist die Herkunft des Trinkwassers sehr wichtig oder wichtig.

Der Informationsstand von Herrn und Frau Österreicher zum Trinkwasser hat sich dabei im Vergleich zu den letzten Jahren deutlich verbessert - hatten sich im Vorjahr etwa noch 54 % weniger oder gar nicht informiert gefühlt, so sind es 2006 nur noch 44 %. Informationsbedarf zeigt sich nach wie vor bei der Zusammensetzung des Trinkwassers: die Härte des eigenen Trinkwassers oder ob zum Beispiel Mineralstoffe enthalten sind, ist einer Mehrheit der Bevölkerung nicht bekannt. Die ÖVGW hat jedenfalls bereits reagiert und erklärt unter www.wasserwerk.at die wichtigsten Daten zur Wasserqualität.

Unbekannt ist nach wie vor der "Wasserpreis". Lediglich 17 % der Bevölkerung wissen, wie viel unser wichtigstes Lebensmittel kostet. Das mag einerseits an der sehr guten Preis-Leistungssituation liegen (im Durchschnitt kosten in Österreich 1.000 Liter Trinkwasser 1,10 Euro) und offenbar stellt andererseits dieser Betrag im durchschnittlichen Haushalt keine relevanten Haushaltsausgaben dar.

Die ÖsterreicherInnen sind jedenfalls aktive WasserbürgerInnen und setzen sich bewusst mit ihrem Trinkwasser auseinander: Die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung denkt zumindest manchmal über Qualität und Versorgungssicherheit nach und gar 81 % wissen, woher (aus welcher Gegend/Quelle) ihr Trinkwasser stammt.

Zehn Trinkwasserbrunnen für Äthiopien

Das 125-Jahr-Jubiläum nahm die Vereinigung zum Anlass, Solidarität mit jenen zu zeigen, denen es weniger gut geht und die keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben. Die ÖVGW, Unternehmen der Zulieferindustrie sowie acht österreichische Wasserversorgungsunternehmen unterstützen daher in einer beispiellosen Initiative - im Rahmen des Jugendwasserprojektes "Generation Blue" (www.generationblue.at ) - die Organisation Menschen für Menschen, welche dieses Jahr ihr 25-jähriges Bestehen feiert. Ein Scheck, um zehn Trinkbrunnen zu finanzieren, wurde Frau Dr. Andrea Wagner, der Geschäftsführerin der Aktion Menschen für Menschen Österreich übergeben.

Die Österreichische Vereinigung für das Gas- und Wasserfach (ÖVGW) ist die unabhängige und freiwillige Vertretung aller österreichischen Gasnetzbetreiber und mehr als 200 Wasserversorgungsunternehmen, welche etwa 5,4 Millionen ÖsterreicherInnen (das sind 67 % der Bevölkerung) mit Trinkwasser versorgen.

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