Erdbeben auf Java: 2000 Familien noch immer unversorgt

Caritas dringt in die entlegeneren Dörfer vor / Caritas-Helfer steht für Interviews zur Verfügung

Wien (OTS) - Am Tag vier nach dem verheerenden Erdbeben auf der indonesischen Insel Java sind noch etwa 40 Dörfer unversorgt, sagt Caritas-Katastrophenhelfer Heinz Terhorst: "Wir gehen von etwa 2000 Familien aus, die die Helfer noch nicht erreichen konnten." Das sei auch der Grund für die permanent nach oben revidierte Opferbilanz:
"Ohne Kontakt gibt es auch keine Opferzahlen aus den betreffenden Gebieten." Insgesamt wird derzeit von über 5800 Todesopfern ausgegangen.

Die Caritas konzentriere ihre Hilfe auf die entlegeneren Gebiete:
"Rund 1000 freiwillige Caritas-Helfer sind hier von 6 Uhr in der Früh bis 11 Uhr in der Nacht unterwegs, um mit kleinen Lastwägen Trinkwasser, Nudeln, Reis und Öl sowie Hygienartikel zu den Menschen in den noch unversorgten Regionen zu bringen, berichtet der Deutsche. Die Hilfsgüter werden vor Ort eingekauft. Terhorst: ?Zunächst hat die Caritas freilich gleich die Lebensmittel und Zelte aus dem Warenlager von Jogyakarta verteilt, die angesichts des befürchteten Merapi-Vulkanausbruchs angelegt worden sind. Dieses Lager muss freilich wieder gefüllt werden."

Insgesamt will das internationalen Caritas-Netzwerk rund 50.000 Menschen etwa mit Lebensmitteln, Wasser, medizinischer Hilfe oder auch mit den angesichts der tropischen Regenfälle ebenso wichtigen Zelten versorgen.

Bei den freiwilligen Helferinnen und Helfern komme der Caritas der im Vergleich zu Gesamt-Indonesien hohe Anteil von Christen in der Erdbebenregion auf Java zugute, erklärt Terhorst: "In einigen Dörfern sind bis zur Hälfte Christen. Die Unterstützung der Menschen bei der Katastrophenhilfe der Caritas ist enorm." Neben Gemeindezentren dienen derzeit auch Kirchen als Notunterkünfte für die Opfer.

Wie generell in ihrer gesamten Auslandsarbeit hilft die Caritas freilich auch auf Java den bedürftigen Menschen unabhängig von religiöser oder ethnischer Herkunft. "Wir stehen hier erst am Anfang. Die Erdbebenopfer sind wirklich am Ende. Sie werden noch lange unsere Hilfe brauchen", bittet Terhorst um Unterstützung, auch aus Österreich.

Die Caritas bittet um Spenden für die Opfer des Erdbebens auf Java. Caritas-Spendenkonto:
PSK 7.700 004, BLZ 60.000, Kennwort: Erdbeben Java
Online-Spenden: www.caritas.at

Rückfragen & Kontakt:

Caritas-Helfer Heinz Terhorst steht für Interviews zur Verfügung.
Kontakt über: Silke Ruprechtsberger, Caritas Österreich
Tel: 0664/82 66 909

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