VP-Korosec: Nein zur neuen Wiener Patienten- und Pflegeanwaltschaft

Kritik an der Kaltstellung Vogts

Wien (VP-Klub) - "Die Pflegeheime gehören bereits jetzt zum Aufgabenbereich des Patientenanwaltes", kommentiert die Gesundheitssprecherin der ÖVP Wien, LAbg. Ingrid Korosec, die Ankündigung von Gesundheitsstadträtin Brauner verwundert. Sie hält den Gesetzesentwurf für den Versuch Brauners, sich eines unbequemen Kritikers in Person des Pflegeombudsmannes Dr. Werner Vogt zu entledigen.
Korosec erinnert daran, dass Vogt nach dem Lainzer Pflegeheimskandal 2003 von der damaligen Stadträtin Pittermann installiert wurde. "Seither setzt er sich konsequent für die Interessen von HeimbewohnerInnen ein und scheut sich nicht, seine Kritik deutlich zu äußern", lobt Korosec die Arbeit Vogts.

Menschlichkeit als Stärke

Korosec sieht die große Stärke des Pflegeombudsmannes darin, sich weit über rechtliche Belange hinaus um die Menschen und ihre Probleme zu kümmern. Trotzdem bleibt für sie unbestritten, dass der Pflegeombudsmann rechtlich bisher nicht entsprechend abgesichert und eine Verbesserung unbedingt nötig war: "Ich will einen eigenen, dem Patientenanwalt gleichgestellten Pflegeanwalt, der eng mit dem Pflegeombudsmann zusammenarbeitet." Die ehemalige Volksanwältin verweist auf die Struktur der Volksanwaltschaft, wo die Arbeitsbereiche der Volksanwälte strikt voneinander getrennt sind.

Gegen die von Brauner geplante Neuregelung wehrt sich Korosec:
Krankenanstalten und Heime fallen unter zwei verschiedene Gesetze und stellen zwei getrennte Problembereiche dar. Bei Spitälern stehen Fragen nach Behandlungsfehlern und damit verbunden Entschädigungen im Vordergrund - "Klare Rechtsfragen", so Korosec. Bei Heimen geht es um Fragen der Betreuungs- und Lebensqualität. "Das subjektive Empfinden spielt hier eine große Rolle und das kann man nicht einklagen", meint die VP-Politikerin, die auch in der Niedrigschwelligkeit des Zuganges einen großen Vorteil sieht.

"Vogt ist oft unbequem und ein kritischer Geist, aber er ist in den Heimen präsent und redet mit den Menschen. Für ihn geht es um mehr als die Einhaltung eines Gesetzes, er will Menschlichkeit und genau das brauchen wir für Wien", schließt Korosec.

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