Sima und Pechlaner: Durstlöschen aus Biokunststoffbechern

Wien (OTS) - "Natürlich weniger Mist" - unter diesem Motto können künftig die BesucherInnen des Tiergartens Schönbrunn ihren Durst aus umweltfreundlichen Biokunststoffbechern löschen. Umweltstadträtin Ulli Sima und der Direktor des Tiergartens Schönbrunn, Helmut Pechlaner, haben die Becher aus nachwachsenden Rohstoffen, kurz Nawaros, heute am Jumboplatz beim Elefantengehege präsentiert. Die Förderung und der Einsatz von umweltfreundlichen Produkten sind sowohl der Stadt Wien als auch dem Tiergarten Schönbrunn ein besonderes Anliegen. "In ersten Befragungen zeigen sich die BesucherInnen von der Idee, Becher aus Biokunststoff einzusetzen, begeistert. Wir wollen an möglichst vielen Orten in der Stadt Angebote schaffen, um die Abfallmengen, gerade auch im Getränkebereich, zu reduzieren und ich freue mich sehr über diese Kooperation mit dem Tiergarten Schönbrunn, der sich auch in der Vergangenheit immer wieder als guter Partner in Sachen Umweltschutz gezeigt hat", so Umweltstadträtin Ulli Sima. Seit Anfang Mai sind die biologisch abbaubaren 0,3 l und 0,5 l Trinkbecher aus transparenter Polymilchsäure (PLA) im Tiergarten in den Gastronomiebetrieben am Jumboplatz und beim Buffet am Hietzinger Eingang im Einsatz. Sie werden anstelle von herkömmlichen Kunststoffbechern für alle Kaltgetränke genutzt. "Umweltschutz ist im Tiergarten Schönbrunn schon seit jeher groß geschrieben, er ist als internationaler Zoo dem Naturschutz und der Wissenschaft verpflichtet und hat schon eine Vielzahl von Aktivitäten im Umweltschutz gesetzt", so Direktor Helmut Pechlaner.****

Sonnenenergie in Schönbrunn: Kälte für die Pinguine, Warmwasser für die Elefanten

Schon im letzten Jahr gab es eine gemeinsame Umwelt-Aktion der Stadt Wien mit dem Tiergarten Schönbrunn, im August wurde am Dach des Polariums eine Sonnenstrom-Anlage in Betrieb genommen. Sie kühlt den Lebensraum der Pinguine - sauber, leise und klimafreundlich. Die Anlage wurde in Kooperation mit dem alternativen Stromanbieter oekostrom AG errichtet, das Projekt aus Mitteln des Ökostromfonds der Stadt Wien finanziert. Am Elefantenhaus befindet sich eine Solaranlage, die das Wasser wärmt, mit dem die Elefanten täglich gewaschen werden. Der wertvolle Mist aus den Tiergehegen landet seit jeher als Dünger auf den hauseigenen Grünflächen. Der überwiegende Teil davon wird der Stadt Wien zum Kompostieren übergeben.

Biokunststoffbecher als aktiver Beitrag zum Klimaschutz

Das aktuelle Projekt mit den umweltfreundlichen Bechern führt die Stadt Wien im Rahmen der Initiative "Natürlich weniger Mist" in Kooperation mit dem Tiergarten Schönbrunn durch. Anhand des Testbetriebes werden Erfahrungen für weitere künftige Anwendungen gesammelt. Die Wiener Umweltschutzabteilung - Magistrabtsabteilung 22 lässt dabei durch die Universität für Bodenkultur auch die Meinungen der WienerInnen zum Einsatz von Biokunststoffen einholen.

Durch die Verwendung von Kunststoffen aus nachwachsenden Rohstoffen wie Mais oder Getreide wird ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz geleistet, denn diese Biokunststoffe sind im Gegensatz zu Kunststoffen aus Erdöl klimaneutral. Im Rahmen der Initiative "Natürlich weniger Mist" des Umweltressorts der Stadt Wien werden dazu bereits Studien und Praxistests durchgeführt. So läuft derzeit u. a. ein Versuch mit Müllsäcken aus Biokunststoff in einigen Magistratsabteilungen und dem Krankenanstaltenverbund.

Als Ausgangsbasis für Polymilchsäure dient z. B. Maisstärke. Bei der Gewinnung von Speiseöl aus Maiskeimen ist es möglich, den Rest des Maiskorns so aufzubereiten, dass die enthaltene Stärke für andere Zwecke weiter verwendet werden kann. Künftig sollen für Interessierte verstärkt Informationen zu Biokunststoffen angeboten und allgemein das Bewusstsein für derartige nachhaltige Produkte erhöht werden. (Schluss) vor

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