FMK-Barmüller: Mobilfunk-Basisstationen laut WHO sicher

Weltweit 250 Mio. Dollar in 10 Jahren in EMF-Forschung investiert

Wien (OTS) - Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) informiert in einem aktuellen Fact Sheet über Mobilfunk-Basisstationen. Sie fasst den anerkannten Wissenstand zusammen und betont, dass keine Kurz-oder Langzeiteffekte durch die Immissionen von Mobilfunk-Basisstationen nachgewiesen wurden. Dies gilt auch für drahtlose, lokale Funknetze (Wireless LAN, WLAN, kabelloses Lokales Netzwerk).

Die WHO thematisiert weiters die mediale Berichterstattung über nicht wissenschaftliche Studien, weil dadurch die öffentliche Angst geschürt wird. Ebenso belasten aus Sicht der WHO die Missachtung ästhetischer Gesichtspunkte bei der Errichtung einer Anlage, mangelnde Kontrollmöglichkeit und die Nichteinbindung der Bevölkerung in den Entscheidungs- und Informationsprozess durch die Mobilfunkbetreiber die Akzeptanz der Mobilfunk-Infrastruktur.

"Das neue Fact Sheet der WHO über Mobilfunk-Basisstationen kann Menschen helfen, sich in der Mobilfunkdiskussion besser zu orientieren. Wir sehen es darüber hinaus auch als strengen Fingerzeig, die öffentliche Information weiter zu verbessern", analysiert Thomas Barmüller, Geschäftsführer des Forum Mobilkommunikation, die Aussagen der WHO für die Mobilfunkdiskussion in Österreich.

Gesundheitliche Auswirkungen

Die WHO bestätigt auch, dass das empfohlene Grenzwerteschutzkonzept höchstmögliche Sicherheit für die Bevölkerung bringt. Ausdrücklich bezieht sich das WHO - Informationspapier Nummer 304 auf befürchtete gesundheitliche Auswirkungen von Mobilfunk-Basisstationen. Rund 1,4 Millionen solcher Anlagen existieren bereits weltweit. Wie Messungen in verschiedenen Ländern gezeigt haben, liegen die gemessenen Spitzenwerte bei den elektromagnetischen Feldern des Mobilfunks in der Regel bloß zwischen 0,002 und 2 Prozent dieser Grenzwerte. In vielen städtischen Gebieten verursachen damit die seit langem bekannten Fernseh- und Rundfunkantennen mehr Hochfrequenzimmissionen als Mobilfunk-Basisstationen.

Nach langer Erfahrung mit Informationsübertragung per Funkwellen und intensiven Forschungen auf diesem Gebiet ist daher aus Sicht der WHO die Wahrscheinlichkeit extrem gering, dass Mechanismen, die gesundheitliche Beeinträchtigungen auslösen könnten, unentdeckt geblieben sind. Gerade vor diesem Hintergrund hebt die WHO hervor, dass anekdotische Berichte über rund um Mobilfunk-Basisstationen gehäuft auftretende Krebserkrankungen nicht auf Mobilfunk zurückgeführt werden können.

Forschungsaufwand und Ausblick

Allein in den letzten 10 Jahren wurden weltweit 250 Millionen Dollar in die EMF-Forschung investiert. 2006//2007 bringt die IARC (International Agency for Research on Cancer) einen "Krebs-Bericht" und 2007/2008 wird das internationale EMF-Projekt eine neuerliche Evaluierung des gesamten Forschungsstandes vornehmen.

WHO und das EMF-Projekt

Die Weltgesundheitsorganisation hat ein eigenes Projekt zu elektromagnetischen Feldern (EMF) eingerichtet: Dabei wird der wissenschaftlichen Erkenntnisstand über befürchtete gesundheitliche Auswirkungen von elektromagnetischen Feldern bewertet, das Problem der lokalen Exposition untersucht und erforscht sowie Forschungsergebnisse überprüft. Weiterhin wird Informationsmaterial für die Öffentlichkeit entwickelt. Schließlich bringt die WHO jene Gruppen zusammen, die Standards zur internationalen Harmonisierung der Expositionsnormen erarbeiten.

Die WHO wurde 1948 gegründet und ist die Koordinationsbehörde der Vereinten Nationen für das Internationale öffentliche Gesundheitswesen.

World Health Organization (WHO) - Fact Sheet Nr. 304; May 2006; Electromagnetic fields and public health
Link: http://www.who.int/mediacentre/factsheets/fs304/en/index.html und http://www.who.int/peh-emf/en/

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Das Forum Mobilkommunikation (FMK) ist die Brancheninitiative aller österreichischen Mobilfunkbetreiber und des Fachverbandes der Elektro- und Elektronikindustrie (FEEI). Es beschäftigt sich intensiv mit dem Thema "Mobilfunk und Gesundheit" und mit allen Fragen, die mit dem Aufbau der österreichischen Mobilfunknetze zusammenhängen

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