Österreichische Bundesforste: Bilanz 2005

Erfolgreiches Jahr des Aufbaus

Wien, 31. Mai 2006 (OTS) - Trotz schwieriger Rahmenbedingungen konnte die Österreichische Bundesforste AG (ÖBf AG) ihr Bilanz-Ergebnis 2005 (EGT) auf EUR 23,07 Mio. Euro verbessern (2004:
22,9 Mio.). Deutliches Wachstum im Immobilienbereich, das größte Borkenkäfer-Bekämpfungsprogramm der Unternehmensgeschichte und Investitionen in zukunftsweisende Geschäftsfelder waren die Eckpunkte des Geschäftsjahrs 2005.

Die Österreichische Bundesforste AG blickt auf ein forderndes, aber erfolgreiches Geschäftsjahr 2005 zurück. Die forstwirtschaftlichen Aktivitäten waren nach wie vor geprägt durch das Massenaufkommen des Borkenkäfers in Folge der Windwürfe 2002 und des heißen Sommers 2003. Großes Schadholzaufkommen, eine bewusst reduzierte Holzerntemenge und - damit einhergehend - geringere Verkaufserlöse waren die Folge.

Dank der europaweit steigenden Holznachfrage sowie dem erfreulichen Wachstum des Geschäftsbereichs Immobilien konnten die Bundesforste ihre Bilanz im Vergleich zum Vorjahr leicht verbessern. Das EGT betrug 2005 23,07 Mio. Euro (2003: 22,9 Mio.). Die Betriebsleistung steigerte sich von 175 Mio. auf 179,3 Mio. Euro.

An ihre Eigentümerin, die Republik Österreich, führten die Bundesforste 2005 7,8 Mio. Euro an Dividende und 7,4 Mio. Euro Fruchtgenussentgelt ab.

- Wachstum bei Immobilien und Dienstleistungen -

Mit einer Steigerung von 6,3 Prozent gegenüber 2004 erwies sich der Geschäftsbereich Immobilien als stärkste Wachstumssäule der Bundesforste. Die Betriebsleistung dieses Bereichs liegt mittlerweile bei 26,7 Mio. Euro, Tendenz weiter steigend. Diese erfreuliche Entwicklung führt ÖBf-Vorstand Thomas Uher auf die strategischen Partnerschaften mit regionalen Maklern und die Intensivierung der Baurechts-Vergabe zurück. "Das fortgesetzte Wachstum des Standbeins Immobilien bestätigt einmal mehr, dass unsere Diversifizierungsstrategie durch die Erschließung neuer Geschäftsfelder wichtig und richtig ist." Für die Zukunft setzen sich die Bundesforste im Immobilienbereich dementsprechend ambitionierte Ziele: "Bis 2010 wollen wir die Betriebsleistung in diesem Bereich um 45 Prozent steigern."

Der Bereich Dienstleistungen verzeichnete 2005 ein Wachstum von 1,7 Prozent auf insgesamt 5,9 Mio. Euro. Er wurde sowohl personell als auch strukturell neu ausgerichtet. Darüber hinaus konnten die ÖBf die Austrian Development Agency (ADA) als neuen Partner gewinnen und mit Beratungsaufträgen aus Serbien und Montenegro, Bosnien und Herzegowina sowie Rumänien die ÖBf Position als Balkanspezialist festigen.

- ÖBf-Gruppe: Beteiligungen im "grünen Bereich" -

Als wichtigster erneuerbarer Rohstoff ist Holz sowohl als Energieträger als auch als Baustoff weltweit im Aufwind. Die Gesamtinvestitionen von Unternehmen im Biomasse-Bereich mit Bundesforstebeteiligung betragen bis einschließlich 2007 mehr als 228 Mio. Euro. Ein Großteil davon floss in die Drittel-Beteiligung am Biomassekraftwerk Wien-Simmering, das ab Mitte 2006 rund 12.000 Haushalte mit Öko-Wärme und rund 48.000 Haushalte mit "grünem" Strom beliefern wird. Investiert wurde auch in die SWH Strom und Wärme aus Holz, an der die ÖBf AG mit 50 Prozent beteiligt ist. 2006/2007 starten weitere 13 Werke.

Bei der Foria Forstmanagement GmbH, an der die Bundesforste mit 50 Prozent beteiligt sind, wurde die Geschäftsführung neu strukturiert und in Zusammenarbeit mit dem WWF International ein Leitbild entlang der drei Nachhaltigkeitsdimensionen Ökologie - Gesellschaft -Wirtschaft entwickelt. Das Unternehmen setzt den Schwerpunkt seiner Tätigkeiten in Russland, Rumänien, Tschechien, der Slowakei und der Ukraine.

- Naturschutz und Gesellschaft -

Als größter österreichischer Naturbetreuer ordnen die Bundesforste ihre gesamten Aktivitäten dem Leitprinzip der Nachhaltigkeit unter. Das Unternehmen ist sich seiner besonderen Verantwortung für Mensch und Natur bewusst und hat dieses Selbstverständnis auch 2005 mit einer Reihe von Aktivitäten untermauert:

Der Beitritt zum "Countdown 2010" - dem Übereinkommen der IUCN zum Stopp des Verlusts der Artenvielfalt - wurde im vergangenen Jahr vorbereitet. Um die für 2010 geplanten Biodiversitäts-Ziele in Angriff zu nehmen, wurden gemeinsam mit verschiedenen Partnerorganisationen mehrjährige Programme zur Erhaltung der Artenvielfalt und zum Schutz bedrohter Tier- und Pflanzenarten sowie Landschaftstypen entwickelt. Ein zentrales Projekt im Naturschutz-Engagement der Bundesforste ist der Biosphärenpark Wienerwald. Im Juni 2005 wurde der Wienerwald von der Unesco ins weltweite Netz der Biosphärenparks aufgenommen. Als größter Grundbesitzer haben die Bundesforste mit 4.200 Hektar rund drei Viertel der Fläche des Biosphährenparks beigesteuert und betreuen diese Flächen mit einem eigenen ÖBf-Team.

Ein weiteres Naturschutz-Highlight der ÖBf konnte 2005 nach mehr als 10 Jahren Laufzeit erfolgreich abgeschlossen werden: das Hochmoor-Revitalisierungsprogramm, bei dem in Kooperation mit dem WWF und der Universität Wien 22 Moore revitalisiert wurden.

- Trendwende 2006: Holz im Aufwind -

Die Aussichten der Bundesforste für das laufende Geschäftsjahr sind durchwegs positiv: Durch den enormen Preisanstieg vieler nicht erneuerbarer Rohstoffe und fossiler Energieträger wird das "Multitalent" Holz mittelfristig zum wichtigsten nachwachsenden Rohstoff werden. "In den kommenden Jahren wird Holz DIE Alternative als Energieträger und Baustoff werden", so Bundesforste-Vorstand Georg Erlacher. Neue Verwendungsmöglichkeiten für bisher nicht verwertbare Holzreste als Biomasse in der Energiegewinnung werden die Nachfrage und die Preise weiter steigen lassen. Der heimische Jahresbedarf wird Schätzungen zufolge künftig zwischen drei und fünf Millionen Festmeter betragen. "Umso mehr werden die heimischen Waldbesitzer in Zukunft gefordert sein, das große ungenutzte Holz-Potenzial in Österreich zu mobilisieren. Die Bundesforste wollen und werden mit ihren Dienstleistungsangeboten dazu einen wichtigen Beitrag leisten", so Georg Erlacher abschließend.

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