Wir gratulieren Runde Geburtstage im Juni

Wien (PK) – Im Juni feiern folgende (ehemalige) MandatarInnen runde Geburtstage:

der ehemalige Abgeordnete und ehemalige Bundesrat Prof. Fritz
MARSCH (S) – 80. Geburtstag am 1. Juni,

der ehemalige Abgeordnete Amtsdirektor Norbert STAFFANELLER (F) – 65. Geburtstag am 1. Juni,

der ehemalige Abgeordnete und ehemalige Bundesrat Amtsdirektor Gerhard KOPPENSTEINER (V) – 75. Geburtstag am 2. Juni,

der ehemalige Abgeordnete und ehemalige Bundesrat Dr. Alfred
GISEL (S) – 95. Geburtstag am 5. Juni,

der ehemalige Abgeordnete Manfred SRB (G) – 65. Geburtstag am 5. Juni,

der Abgeordnete und ehemalige Bundesrat Matthias ELLMAUER (V) – 60. Geburtstag am 7. Juni,

die ehemalige Bundesrätin Grete PIRCHEGGER (V) – 65. Geburtstag am 11. Juni,

der ehemalige Abgeordnete Dipl.-Kfm. Georg MAUTNER MARKHOF (V) – 80. Geburtstag am 11. Juni,

der ehemalige Abgeordnete und ehemalige Bundesrat Johann SCHMÖLZ (S) – 75. Geburtstag am 13. Juni,

der ehemalige Bundesrat Stefan STEINLE (S) – 85. Geburtstag am
14. Juni,

der ehemalige Abgeordnete und ehemalige Volksanwalt Dipl.-Vw. Helmuth JOSSECK (F) – 85. Geburtstag am 15. Juni,

der ehemalige Abgeordnete Fritz HOCHMAIR (S) – 65. Geburtstag am 21. Juni.

Fritz Marsch 80

Den 80. Geburtstag begeht der langjährige SPÖ-Zentralsekretär Fritz Marsch am 1. Juni. In Graz geboren, maturierte er 1944 am dortigen Realgymnasium. Nach dem Krieg absolvierte er auch die Matura an der Grazer Handelsakademie, um danach an der Hochschule für Welthandel zu studieren. Schon in dieser Zeit war Marsch politisch aktiv und war ab 1947 Obmann des VSStÖ.

1948 trat Marsch in die Volkswirtschaftliche Abteilung der Arbeiterkammer ein, von 1953 bis 1959 wirkte er als
hauptamtlicher Sekretär des Österreichischen Bundesjugendrings. 1960 bis 1970 war er Landesparteisekretär der SPÖ Niederösterreich, 1970 bis 1987 schließlich Zentralsekretär der SPÖ.

Sein erstes öffentliches Mandat übernahm er 1964, als er in den Niederösterreichischen Landtag einzog. Nach einem Jahr im
Bundesrat wurde Marsch im November 1971 Nationalratsabgeordneter,
in welcher Position er bis zum Februar 1987 verblieb. Sein Wirken war dabei maßgeblich mit der Person des SPÖ-Vorsitzenden und Bundeskanzlers Bruno Kreisky verbunden.

Als SP-Sekretär begleitete er Kreisky auf vielen Auslandsreisen
und übernahm folgerichtig auch 1979 den Vorsitz im Außenpolitischen Ausschuss des Nationalrates. 1982 wurde Marsch überdies stellvertretender Klubobmann der SP-Fraktion. In diesen seinen Funktionen verblieb Marsch auch unter Kreiskys Nachfolger Fred Sinowatz, ehe er sich 1987 aus der aktiven Politik
zurückzog. Bis zum Jahr 1999 war Marsch Präsident des "Vereins für Geschichte der Arbeiterbewegung".

Manfred Srb 65

Auch ein früherer Grünmandatar feiert im Juni einen runden Geburtstag. Der ehemalige Behindertensprecher der Grünen, Manfred Srb, wird am 5. Juni 65. Geboren in Stockerau absolvierte Srb,
der in Folge einer Kinderlähmungserkrankung im Alter von acht Jahren auf den Rollstuhl angewiesen ist, die Bundeshandelsschule für Behinderte in Wien und arbeitete ab 1963 im Wiener Magistrat. Zwischen 1975 und 1978 ließ sich Srb an der Sozialakademie zum Diplomierten Sozialarbeiter ausbilden und war sodann als Sozialpädagoge bei den Wiener Jugendzentren aktiv.

Schon seit 1964 in zahlreichen Behinderteninitiativen tätig, würdigten die Grünen 1986 sein Engagement und entsandten ihn in den Nationalrat, dem er bis Mai 1994 angehören sollte. Mit seinen Bemühungen gelang es ihm, die Öffentlichkeit für die Probleme behinderter Menschen zu sensibilisieren, und zahlreiche konkrete Verbesserungen im Alltag (Lifteinbau in U-Bahnstationen,
Abflachung von Gehsteigen vor Kreuzungen etc.) gehen auf
Initiativen von Srbs Kreis zurück. Durch sein politisches Agieren sind die Anliegen von Behinderten im parlamentarischen Geschehen heute kein "Orchideenthema" mehr, und in allen politischen
Parteien gibt es heute Behindertensprecher.

Helmuth Jossek 85

Seinen 85. Geburtstag feiert der ehemalige Volksanwalt und langjährige FP-Mandatar Helmuth Josseck am 15. Juni. Geboren
wurde er 1921 in Graz, wo er auch die Handelsakademie besuchte.
Nach dem Krieg studierte er an der Hochschule für Welthandel und erwarb den Titel eines Diplomvolkswirts. 1957 legte er die Steuerberaterprüfung ab und war sodann in diesem Beruf tätig.

Bereits 1967 zog er in den Gemeinderat der Stadt Wels ein und übernahm zusätzlich Funktionen im oberösterreichischen FPÖ-Landesparteivorstand sowie in der Bundesparteileitung und im Bundesparteivorstand der FPÖ. Lange Jahre wirkte er als Bundesfinanzreferent seiner Partei.

Im November 1971 profitierte die FPÖ von Kreiskys
Wahlrechtsreform und zog mit einer stark vergrößerten Mannschaft in den Nationalrat ein. Zu dieser gehörte nun auch Josseck, der sich in den kommenden zwölf Jahren als Finanz-, aber auch als Rechtsexperte seiner Fraktion einen Namen machte. Als 1983 Gustav Zeillinger als Volksanwalt ausschied, nominierte die FPÖ Josseck als seinen Nachfolger. Dieses Amt bekleidete Josseck in der Folge bis 1989, ehe er sich in den Ruhestand zurückzog. (Schluss)

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