Adensamer: Atypisch braucht Sicherheit

Neue Broschüre der Jungen Generation in der SPÖ zu atypischen Beschäftigungsverhältnissen

Wien (SK) - Immer mehr Menschen arbeiten in atypischen Beschäftigungsverhältnissen. Veronika Adensamer, Vorsitzende der Frauen der Jungen Generation in der SPÖ: "Besonders Frauen sind davon betroffen, denn 40 Prozent der berufstätigen Frauen, aber nur 5 Prozent der berufstätigen Männer, arbeiten weniger als 36 Wochenstunden." Bei Müttern mit Kindern unter 15 Jahren liegt dieser Anteil sogar bei knapp 60 Prozent. Rund 87 Prozent aller Teilzeitbeschäftigten sind Frauen. Bei den geringfügig Beschäftigten liegt der Frauenanteil bei rund 71 Prozent. "Die Konsequenzen dieser Zahlen sind klar erkennbar: Männer verdienen um rund 54 Prozent mehr als Frauen. Viele Frauen finden mit ihrem Einkommen schon lange kein Auskommen mehr. In Österreich sind mehr Frauen als Männer armutsgefährdet", so Adensamer weiter. ****

Freie Dienstverträge und Werkverträge (neue Selbständige) benachteiligen Frauen, denn bei diesen Verträgen gibt es keinen Anspruch auf Mutterschutz, Karenzzeit und Pflegeurlaub. Darüber hinaus gibt es bei freien Dienstverträgen, Werkverträgen und geringfügiger Beschäftigung keine Arbeitslosenversicherung, auch die Möglichkeit einer Arbeitslosenselbstversicherung gibt es nicht. Bekommt eine freie Dienstnehmerin ein Kind, hat sie keinen Rechtsanspruch nach der Babypause wieder in ihren Job zurück zu kehren. Der Wiedereinstieg hängt rein vom Entgegenkommen des Dienstgebers ab. "Gelingt der Wiedereinstieg nicht, besteht nicht einmal die Möglichkeit Arbeitslosengeld oder Notstandhilfe zu beziehen. Um das Arbeitsrecht zu umgehen, werden aber immer mehr Frauen in genau diese Beschäftigungsverhältnisse gedrängt", kritisiert Adensamer.

"Daher fordern wir als Junge Generation in der SPÖ die Arbeitslosen- und Pensionspflichtversicherung auch für all jene die in atypischen Beschäftigungsverhältnissen arbeiten. Aber auch die Ausweitung des Mutterschutzgesetzes und des Väterkarenzgesetzes muss auf alle arbeitnehmerInnenähnliche Arbeitsverhältnisse ausgeweitet werden, denn auch die Frauengruppe, die in atypischen Beschäftigungsverhältnissen arbeitet, ist vor und nach einer Schwangerschaft genauso schutzwürdig wie 'normale' DienstnehmerInnen", so Adensamer abschließend. (Schluss) js/mp

Die Broschüre "Fair Work" kann im Bundessekretariat der Jungen Generation in der SPÖ unter 01/534 27 DW 244 oder junge.generation@spoe.at bestellt werden.

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