APA weist Bericht der Gleichbehandlungs-Anwaltschaft scharf zurück

Wien (OTS) - Die APA - Austria Presse Agentur weist die
Darstellung der Anwaltschaft für Gleichbehandlung, wonach es bei der Besetzung der APA-Chefredaktion zu einer "möglichen Diskriminierung auf Grund des Geschlechts" gekommen sein könnte, schärfstens zurück und übt darüber hinaus massive Kritik an der Vorgangsweise der Institution. Der Passus über die österreichische Nachrichtenagentur weise krasse Fehler auf und berufe sich darüber hinaus in großen Teilen auf eine vermeintliche Stellungnahme der APA, die es tatsächlich niemals gegeben hat. Dies betonte APA-Geschäftsführer Wolfgang Vyslozil heute, Dienstag.

Anders als im Jahresbericht der Gleichbehandlungs-Anwaltschaft dargestellt, wurde die APA-Geschäftsführung in Wahrheit nie von einem Vertreter oder einer Vertreterin der Anwaltschaft für eine Stellungnahme kontaktiert, betonte Vyslozil. Falsch sei darüber hinaus auch die Behauptung, dass es bei der Bestellung der APA-Chefredaktion kein Auswahlverfahren gegeben habe. Dieser Personalentscheidung sei vielmehr ein mehrstufiges und mehrjähriges Selektionsverfahren unter strengsten Kriterien vorangegangen. Auch die Information, dass die Chefredaktion "mit drei Männern neu besetzt" wurde, sei aus der Luft gegriffen. Zwei Personen gehörten der Chefredaktion bereits an, neu in die Chefredaktion kam lediglich ein weiterer Kollege, so der APA-Geschäftsführer.

Vyslozil betonte darüber hinaus, dass eine interne oder externe Ausschreibung für die Personalauswahl in der APA-Chefredaktion aus gutem Grund nicht vorgesehen sei. Ausschreibungsverfahren mögen aus Gründen der Transparenz in staatsnahen Unternehmen ihre Berechtigung haben, auch wenn dadurch politische Einflussnahme nicht ausgeschlossen werden kann. "Die Auswahl der Chefredaktion eines Mediums hingegen gehört zum Kern einer unabhängigen und freien Presse. Einmischungen von außen, sei es von der Politik oder der Politik nahe stehenden Institutionen, sind deshalb nachdrücklich zurückzuweisen", so der APA-Geschäftsführer.

Die APA - Austria Presse Agentur ist ein vom Staat unabhängiges und privatwirtschaftlich organisiertes Unternehmen. Die österreichische Nachrichtenagentur befindet sich im Eigentum von 15 österreichischen Tageszeitungen sowie des ORF. 37 Prozent der Belegschaft der APA sind weiblich, das Top-Management besteht zu 45 Prozent aus Frauen. "Über die Personalauswahl der Chefredaktion entscheiden allein die Eigentümergremien der APA. Im konkreten Fall wurde das Team der neuen Chefredaktion einstimmig vom APA-Vorstand bestellt", sagte Vyslozil.

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