EU - Agrarminister: Forschungsausschuss SCAR muss Aufgabengebiet erweitern

Wien (OTS) - Krems (30. Mai 2006) "Wasser, Energie und Nahrungsmittel sind die größten Fragen der Zukunft," so der niederländische Landwirtschaftsminister Cees Veerman. Die Landwirtschaft hat mit all diesen Fragen zu tun. Deswegen steht die Landwirtschaft im Zentrum der Überlegungen, wie Forschung in diesen Zukunftsfeldern organisiert werden kann. In der Arbeitsgruppe "Forschung und Entwicklung" beim informellen Agrarministerrat in Krems gingen die EU - Agrarminister der Frage nach, wie Forschung und Entwicklung dazu beitragen können, den ländlichen Raum wettbewerbsfähiger zu machen.

Mit einem jährlichen Umsatz von über 1668 Milliarden Euro und mehr als 22 Millionen Beschäftigten in der EU umfasst die Bio-Ökonomie alle Industrien und ökonomische Sektoren, die biologische Ressourcen produzieren, nutzen oder managen. Landwirtschaft, Nahrungsmittel, Forst, Fischerei und andere bio-basierte Industrien wie Papier oder Leder fallen in diesen Bereich. Auf dieses enorme Potential der Bio-Ökonomie wies Christian Patermann von der Generaldirektion Forschung der Europäischen Kommission in der Arbeitsgruppe "Forschung und Entwicklung" beim informellen Treffen der Agrarminister in Krems hin. "Machen Sie das zu Ihrer Chefsache! Seien Sie sich bewusst, welche Macht hinter Ihnen steht!" forderte Patermann die EU -Landwirtschaftsminister auf.

Die Landwirtschaft kann den Mega-Trends, wie rasant voranschreitendem Ressourcenverbrauch, rasch wachsende Globalisierung oder zunehmendem Klimawandel nur begegnen, wenn klare Zukunftsszenarien erstellt und die richtigen Fragen gestellt werden. Der "Foresight-Prozess" gestartet vom ständigen Agrarforschungsausschuss SCAR, der Europäischen Union und Expertinnen und Experten der Mitgliedstaaten muss einen Ausblick auf die Landwirtschaft für die Jahre 2015 bis 2020 geben und deren Entwicklung
richtig einschätzen, um die notwendigen politischen Antworten zu ermöglichen.

Die konsequente Abstimmung der Mitgliedstaaten und der Europäischen Kommission im Bereich von Forschung und Entwicklung seien wichtig, um mehr Synergien herbeizuführen. Die Entwicklung einer gemeinsamen Vision für die Agrarforschung der Europäischen Union durch die AgrarministerInnen mit der Unterstützung der Expertinnen und Experten von SCAR sollte in diesem Sinne zu einer besseren Nutzung der Ressourcen der einzelnen Mitgliedstaaten sowie der Europäischen Union führen.

Daher empfehlen die EU - Agrarminister im Hinblick auf die überragende Bedeutung dieser Fragen, dass der Agrarforschungs-Ausschuss SCAR in seine Arbeiten auch die Fragen der Innovation, Beratung, Bildung und Ausbildung miteinbeziehen soll.

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