Bisher über 70 Millionen Patientenkontakte mit der e-card

e-card-System schafft Plattform für weitere e-health-Dienste

Wien (OTS) - Seit Einführung des e-card-Systems wurden bisher
exakt 71.154.436 Patientenkontakte mit der e-card in den heimischen Vertragsordinationen und Ambulatorien abgewickelt, pro Tag im Schnitt rund 400.000 Patientenkontakte. "Diese Zahlen sind", so der stellvertretende Generaldirektor im Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger, Volker Schörghofer, "der beste Beweis dafür, dass das System trotz aller Unkenrufe zur Zufriedenheit der Patienten und der Vertragsärzte hervorragend funktioniert". Allein am 4. April 2006 gab es mit 594.410 Patientenkontakten den bisherigen Jahresspitzenwert.
3.389 Ordinationen arbeiten auf freiwilliger Basis über die e-card Infrastruktur im Rahmen eines Probebetriebes bereits mit dem Arzneimittel-Bewilligungs-Service, kurz ABS. Konkret geht es dabei um die Bewilligung chefarztpflichtiger Medikamente durch den chefärztlichen Dienst der Krankenversicherungsträger. Über die e-card Infrastruktur kann nun die Genehmigungsanfrage elektronisch an den jeweiligen Krankenversicherungsträger gesendet werden. Die Entscheidung des chefärztlichen Dienstes über eine Bewilligung erfolgt ebenfalls elektronisch, die durchschnittliche Antwortszeit liegt bei rund 10 Minuten. "Die Patienten ersparen sich dadurch", so Schörghofer, "den mühsamen Weg zum chefärztlichen Dienst des jeweiligen Krankenversicherungsträger und können gleich in der Arztordination auf ihr bewilligtes Rezept warten". Durchschnittlich werden pro Tag bereits rund 2.500 Anträge über das e-card-System gestellt.
Im Zuge des e-card Rollout wurden alle niedergelassenen Ärzte mit bestehendem Vertrag (Ärzte für Allgemeinmedizin, Fachärzte, Zahnärzte und Dentisten), Institute und Ambulatorien mit Vertrag (keine Krankenanstalten), Eigene Einrichtungen der Sozialversicherungsträger und Zweitordinationen (sofern für diese ein Vertrag vorhanden ist) mit ABS ausgestattet.
Eine weitere Funktion, die Ärzten seit kurzem über das e-card System zur Verfügung steht, ist das Sozialversicherungsnummern-Abfrage-Service - kurz SAS. Sollte ein Patient einmal seine e-card nicht vorweisen können und auch die Sozialversicherungsnummer nicht wissen, ist über das e-card System über gesicherte Verbindungen im Gesundheits-Informations-Netz (GIN) eine Abfrage der Sozialversicherungsnummer möglich.
Seit Jänner 2006 ist auch die Abwicklung der erweiterten Anspruchsprüfung im Zuge der Vorsorgeuntersuchung-Neu über die e-card Infrastruktur möglich. Konkret kann der Arzt mit Hilfe der e-card feststellen, ob ein Patient in diesem Jahr noch Anspruch auf eine Vorsorgeuntersuchung hat oder ob sich der Patient bereits in einem laufenden Vorsorgeuntersuchungsprogramm befindet.
In Österreich gehört der Krankenkassenscheck seit 2005 der Vergangenheit an. Die neue Gesundheitskarte, die e-card, bringt Vorteile für Patienten, Ärzte, Arbeitgeber und die Sozialversicherung selbst. 8,2 Mio. Karten wurden landesweit verschickt, rund 10.700 Vertragsärzte sind am Netz angeschlossen. Das e-card System schafft eine österreichweite Breitbandvernetzung im Gesundheitsweisen und bildet gleichzeitig die Infrastruktur für eine Reihe zukunftsweisender Folgeprojekte.
Zusätzlich ist die e-card für den Einsatz als Bürgerkarte vorbereitet. Österreich ist damit das erste Land der Welt, das flächendeckend Bürgerkarten ausgibt. Somit kann jeder Bürger nach erfolgter Zertifzierung seiner e-card Dienste des E-Government in Anspruch nehmen.

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