Niederwieser fordert höheren Beitrag von Gehrer für Sprachförderung

Wien (SK) - =

SPÖ-Bildungssprecher Erwin Niederwieser erneuert seine
Forderung, dass der Bund einen höheren Anteil für die Sprachförderung von Vorschülern zahlen soll. Denn seitens des Bundes gibt es für jene Kinder, deren Deutschkenntnisse nicht ausreichen würden, um in der Volksschule dem Unterricht zu folgen, nur 80 Euro. Der Beitrag des Bundes deckt die tatsächlichen Kosten aber nur zu zehn Prozent, erläuterte Niederwieser, "der Löwenanteil muss von Eltern, Gemeinden und Ländern getragen werden". ****

Die Frühförderung müsse sehr individuell sein und könne nur in kleinen Gruppe zu maximal fünf Kindern erfolgen, erklärte Niederwieser. Dafür sind die 640.000 Euro, die Bildungsministerin Gehrer für den Sprachscheck aufbietet, viel zu wenig. "Die Hauptlast hat Gehrer den Eltern, Gemeinden und Länder aufgebürdet", so Niederwieser. "Bei rund 100 Stunden für ein Jahr, das sind nicht mehr als zwei Stunden in der Woche, zahlt das Bildungsministerium also 66 Cent pro Stunde", rechnete der Abgeordnete vor. "An diesen Zahlen kann man ablesen, wie viel die Förderung der Kinder der Ministerin wert ist", so Niederwieser.

Laut einer Recherche der APA bei den Landesschulräten gibt es im heurigen Schulanfängerjahrgang rund 9.000 Kinder, die nach den Erkenntnissen der Schuleinschreibung zu schlecht Deutsch können, um dem Unterricht zu folgen. Für diese Kinder wurde das so genannte Sprachticket ausgestellt. Damit soll dem Kind vom Kindergarten Sprachförderung im Umfang von 120 Stunden angeboten werden. Die Kindergärten sollen diese Kurse der Gemeinde verrechnen können, der Bund zahlt über den so genannten Sprachscheck freilich maximal 80 Euro pro Kind dazu.

In dem Zusammenhang kritisierte Niederwieser die Bildungsministerin, weil "ihre Bildungsstatistik wirklich unter jeder Kritik ist". Das Ministerium war bisher nicht in der Lage, jene Zahlen über die notwendigen Förderungen zu liefern, die heute letztlich von der APA vorgelegt wurden. (Schluss) wf

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