Mitterlehner begrüßt Fortschritte beim 7. EU-Forschungsrahmenprogramm

Beteiligung der Wirtschaft ist der Schlüssel für eine erfolgreiche europäische Forschung und Entwicklung - Weichenstellung für Fusionsforschung

Wien (PWK356) - "Die jüngsten Fortschritte beim 7. EU-Rahmenprogramm für Forschung, Entwicklung und Demonstration führen dieses in die letzte Kurve vor der Zielgerade", freut sich Reinhold Mitterlehner, Generalsekretär-Stellvertreter der Wirtschaftskammer Österreich, über das Ergebnis der Beratungen im Rat der Wettbewerbsminister, der sich heute, Dienstag, über die Aufteilung des mit 54,5 Milliarden Euro dotierten Programms für den Zeitraum 2007-2013 einig wurde. "Das 7. Forschungsrahmenprogramm ist eines der wichtigsten Instrumente der Europäischen Union für mehr Wachstum und Beschäftigung", erklärt Mitterlehner.

Aus der Sicht der Wirtschaft sind die Prioritäten richtig gesetzt:
Mehr als 32 Milliarden Euro sind für die Zusammenarbeit von Forscherteams aus Wissenschaft und Wirtschaft vorgesehen. Damit ist die Kooperation die tragende Säule des Programms. Weiters werden zwischen 2007 und 2013 4,2 Milliarden Euro für die Stärkung der F&E-Kapazitäten und fünf Milliarden Euro für die Mobilität und Entwicklung des europäischen Forschungspersonals aufgewandt. Über die Verwendung von weiteren 7,5 Milliarden wird der Europäische Forschungsrat entscheiden.

"Unser Hauptaugenmerk liegt weiterhin auf den Beteiligungsregeln, die auch die Bedingungen für die Teilnahme der Wirtschaft festlegen", betont Mitterlehner. Im 6. EU-Rahmenprogramm war die Beteiligung der Wirtschaft zurückgegangen. "Ich ermutige daher das Europäische Parlament, den Rat, den Rechnungshof und die Kommission, konsequent jede Möglichkeit zur Vereinfachung und fairen Beteiligung der Wirtschaft, insbesondere der innovativen kleinen und mittleren Unternehmen, wahrzunehmen", erklärt der stellvertretende Generalsekretär der Wirtschaftskammer Österreich. Mitterlehner fordert, die Abwicklung so "praxisnah, wirtschaftsfreundlich und einfach wie möglich" zu gestalten. Denn ohne die Beteiligung der Wirtschaft könne das EU-Rahmenprogramm keinen entsprechenden Beitrag für Wachstum und Beschäftigung leisten.

Es gelte nun, in Österreich die Beratungs- und Betreuungsstrukturen anzupassen, um Unternehmen und Forschungseinrichtungen die Türen für eine erfolgreiche Teilnahme am Rahmenprogramm zu öffnen. Die zuständigen Ministerien und die Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) seien in diesem Bereich bewährte Partner der Wirtschaftskammer Österreich. "Wir wollen gemeinsam auch in Zukunft und für die gesamte Dauer des Rahmenprogramms eine kompetente Unterstützung der heimischen innovativen Unternehmen sichern", kündigt der Generalsekretär an.

Mitterlehner begrüßt die europäische Weichenstellung in der Fusionsforschung. Mit dem Großprojekt ITER, in das mehr als 70 Prozent der EURATOM-Mittel fließen, wollen die EU, die USA, China, Japan, Russland und Südkorea in den nächsten 35 Jahren gemeinsam eine saubere und nicht versiegende Energiequelle erschließen. Auf Grund ihres Knowhows dürfen heimische Unternehmen sich berechtigte Hoffnungen auf die Lieferungen von Schlüsselkomponenten und Entwicklungsaufträgen machen.

Österreich wird 2006 voraussichtlich eine F&E-Quote von 2,43 Prozent des BIP erreichen; das entspricht 6,24 Milliarden Euro. "Schweden, Finnland, Dänemark und Deutschland liegen klar vor uns. Da müssen wir noch Terrain gut machen und zur Spitzengruppe aufschließen. Wollen wir das Drei-Prozent-Ziel 2010/2011 erreichen, müssen wir aus öffentlichen Mitteln im Jahre 2007 200 Millionen Euro mehr aufbringen als heuer; insgesamt 2,4 Milliarden. Für die Wirtschaft bedeutet dies eine Steigerung um insgesamt rund 340 Millionen Euro", so der WKÖ-Generalsekretär. (hp)

Rückfragen & Kontakt:

EU-Büro der Wirtschaftskammer Österreich
Mag. Franziska Annerl,
Tel.: +32/474/472594

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK0005