Wehsely zu THARA Haus: Chancen für jugendliche Roma und Sinti

Initiative "THARA Haus - EQUAL nEwC_baselines" startet offiziell das Angebot für ihre spezielle Zielgruppe

Wien (OTS) - "Wien ist ein hervorragender Ort für Jugendliche. Um allen Wiener Jugendlichen eine gute Zukunft bieten zu können, braucht es Angebote für spezielle Zielgruppen. Die Initiative THARA Haus für jugendliche Roma und Sinti hilft sehr konkret, die Zukunftschancen dieser Gruppe zu verbessern", erklärte die Wiener Integrationsstadträtin Sonja Wehsely am Dienstag bei der Eröffnung des THARA Hauses, die auf Deutsch und Romanes abgehalten wurde. Die Veranstaltung stand unter dem Ehrenschutz von Bürgermeister Dr. Michael Häupl. "Thara" bedeutet in der Sprache der Roma und Sinti "morgen", aber auch "Zukunft". Die "Initiative THARA Haus - EQUAL nEwC_baselines" ist eine Kooperation von Roma- und Nicht-Roma-Organisationen. Hauptziel ist es, Roma- und Sinti-Jugendlichen bessere Chancen für ihren weiteren Lebensweg, vor allem auf dem Arbeitsmarkt, zu ermöglichen. Alle Roma und Sinti zwischen 14 und 20 Jahren, die in Wien leben, können die kostenlosen Angebote in Anspruch nehmen.****

Um möglichst viele Jugendliche anzusprechen, ist das Angebot sehr breit gefächert. Es beinhaltet unter anderem Nachhilfe und Lernhilfe, Computerworkshops, ECDL-Vorbereitungskurse, einen ExtrernistInnenlehrgang für den Hauptschulabschluss und eine Medienausbildung (Radiojournalismus/Podcasting). Roma- und Sinti-Kulturprojekte dienen als erster Zugang zum Thema Berufsorientierung und Identitätsstärkung. Berufsberatung und berufliche Kontaktvermittlung sowie Sozialberatung und Berufsorientierung runden das Angebot ab.

"Wir arbeiten eigentlich seit Februar hier im Thara-Haus in der Reinprechtsdorferstraße 31", betonte Projektleiter Stefan Ohmacht. "Wir stehen allen Roma- und Sinti-Jugendlichen, egal welcher Gruppe sie angehören und unabhängig von ihrer Nationalität, zur Verfügung."

"Für Roma- und Sinti-Jugendliche ist es wichtig, dass sie einen Ort haben, wo sie zu Hause sind, wo sie keine Minderheit sind, wo man sie versteht, auf sie eingeht und fördert", so Obrad Jovanovic, Geschäftsführer des Vereins Romano Drom, der als Roma-Kultur-Verein einer der operativen Partner ist.

Erich Fenninger, Geschäftsführer der Volkshilfe Österreich, die die inhaltliche Koordination inne hat, hob in seiner Rede hervor, "dass die Geschichte der Volkshilfe auch ein Kampf gegen Ausgrenzung ist. Daher freut es mich besonders, dass wir bei diesem wichtigen Projekt etwas beitragen können. Der Einsatz für Minderheiten gehört zum Selbstverständnis der Volkshilfe." Weiters fügte Fenninger noch hinzu, dass die Bildungsförderung der zentrale Faktor für eine positive Zukunft der Jugendlichen ist.

Arthur Forstner, Geschäftsführer der waff Programmmanagement GmbH (finanzielle Verantwortung), betonte die Einzigartigkeit des Projekts innerhalb der österreichischen EQUAL-Projekte. Die Initiative "THARA Haus - EQUAL nEwC_baselines" ist das einzige Projekt mit Schwerpunkt Roma und Sinti. Forstner sprach weiters die finanzielle Unterstützung an und betonte Grundsätzliches zum Thema Förderprogramme wie EQUAL, die vom Europäischen Sozialfonds (ESF) und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit gefördert werden.

Bezirksvorsteher Kurt Wimmer drückte seine Freude darüber aus, dass "eine so wichtige Einrichtung im 5. Bezirk eröffnet wird", und fügte hinzu, dass "angesichts der relativ großen Zielgruppe im Bezirk ein weiterer Puzzlestein zum umfassenden Bildungsangebot im Bezirk dazugekommen" sei. (Schluss) me

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