Unternehmen steigern Gewinne, auch Managergehälter im Plus

Einkommenserhebung: Gehälter von Führungskräften steigen im Vergleich zu 2005

Wien (OTS) - "Die positive Entwicklung der heimischen Wirtschaft bringt auch den Führungskräften ein Gehaltsplus", umreißt Friederike Hladky, Geschäftsführerin des Wirtschaftsforums der Führungskräfte, die Eckdaten der aktuellen Einkommenserhebung 2006 unter den österreichischen Managern. Die Beteiligung lag bei 714 Managern aus der 1. bis 3. Führungsebene, die direkt befragt wurden; die Umfrage wurde vom Marktforschungsinstitut Triconsult im Frühjahr 2006 durchgeführt.

"Die heimischen Unternehmen haben die Talsohle der letzten Jahre durchschritten. 53 % der befragten Manager haben angegeben, dass sich der Wert ihrer Firma von 2004 auf 2005 positiv verändert. Der Mittelwert dieser Wertsteigerung liegt bei 14 %". Gleichzeitig haben 66 % der Befragten vermerkt, dass die Unternehmen Bilanzgewinne ausweisen. Hier liegt der Mittelwert bis 19 %, so Hladky. "Diese erfreuliche Entwicklung, die zumeist aus der guten Arbeit der Manager resultiert, wirkt sich auch auf die Gehälter der Führungskräfte aus:
Das durchschnittliche Jahresgesamteinkommen (1) stieg im Jahr 2005 auf Euro 140.000,-* (Vorjahr: Euro 129.000,-)".

Die Gehälter in der ersten Führungsebene (2) liegen bei Euro 168.000,-* (Vorjahr: Euro 155.000,-), in der 2. Führungsebene (3) Euro 104.000,-(Vorjahr: Euro 101.000,-) und in der 3. Führungsebene (4) Euro 86.000,-* (Vorjahr: Euro 77.000,-).

(1) Das Jahresgesamteinkommen umfasst sämtliche Geldleistung des Arbeitgebers (=Jahresgrundgehalt inklusive 13. & 14. Monat und Leistungs/Erfolgstangenten, Prämien, Tantiemen, Gratifikationen und Bilanzgeld) (2) 1. Führungsebene = Vorstandsvorsitzende, Vorstandsdirektoren, Geschäftsführer, Gesellschafter, Inhaber, Mitglied der Geschäftsleitung) (3) 2. Führungsebene = Bereichsleiter, Hauptabteilungsleiter (4) 3. Führungsebene = Abteilungsleiter, Abteilungsleiter- Stellvertreter

"Generell zeigt sich, dass der variable Gehaltsbestandteil für erfolgreiches Wirtschaften im Zunehmen ist. Österreich passt sich damit dem internationalen Trend an. Als derzeitige Faustregel in Österreich gilt: 2/3 Fixum, 1/3 Leistungsprämie", bringt Hladky die Erfolgsformel auf den Punkt. "66 % der Manager haben in ihrem Vertrag einen variablen Gehaltsbestandteil, der durchschnittlich Euro 36.000,-* beträgt."

Als Basisgröße für den Grad der Zielerreichung wurde 2005 wie schon im Vorjahr der Gewinn herangezogen. "64 % der Befragten haben angegeben, dass sie ausschließlich am Gewinn gemessen werden", stellte der Bundesvorsitzende des WdF, Dr. Paul
Jankowitsch bei der Pressekonferenz fest. "Dieser Trend ist seit knapp zwei Jahren erkennbar und zeigt, dass der kurzfristige Erfolg für die Unternehmensspitze wesentlich wichtiger ist als nachhaltige Entwicklung."

Spitzenreiter unter den heimischen Führungskräften sind weiterhin die Manager aus dem Versicherungs- und Finanzdienstleistungssektor, die ihr Jahresgesamteinkommen auf Euro 159.000,- steigern konnten, gefolgt von den Managern aus Handel (Euro 150.000,-), Industrie (Euro 149.000,-) und dem Dienstleistungssektor (Euro 131.000,-). Schlusslicht bilden die Führungskräfte aus dem Gewerbe mit Euro 91.000,-

Branchenbezogen liegen die Manager aus dem Bereich Bau/Stein/Keramik/Glas mit Euro 165.000-, klar vorne, gefolgt von den Führungskräften aus dem Chemie/Kunststoff/Pharmabereich (Euro 150.000,-) und Elektro/Elektronik (Euro 142.000,-). Manager aus dem Papier/Holz-Sektor haben am Jahresende am wenigsten Gehalt in ihren Taschen (Euro 111.000,-).

Führungskräfte mit dem Unternehmensstandort Wien (Euro 154.000,-) und Salzburg/Tirol/Vorarlberg (Euro 141.000,-) werden traditionell besser entlohnt als die Firmenspitze in Oberösterreich (Euro 134.000,-) und Steiermark/Kärnten (Euro 129.000,-). Am Tabellenende rangieren die Manager aus Niederösterreich und Burgenland mit einem Jahresgesamteinkommen von Euro 128.000,-.

Der größte Teil der Befragten arbeitet in einem mittelständischen Betrieb (durchschnittliche Personalverantwortung: 88 Mitarbeiter) und ist somit repräsentativ für die Managerschicht in Österreich. "Der Druck für die heimischen Manager bleibt aber trotz positiver Unternehmensergebnisse konstant stark. Auch in der Führungsebene wird gespart und die Personal- und Budgetverantwortung der Manager (Budgetverantwortung: Euro 44 Millionen*) steigt weiter", bricht WdF-Geschäftsführerin Hladky eine Lanze für die fordernde Tätigkeit der Führungskräfte. "Zudem tragen 55 Prozent der Manager auch die Verantwortung für mehr als einen Standort. Diese Mehrbelastung schlägt sich in durchschnittlich 16 Überstunden pro Woche zu Buche."

Mobilität und zusätzliche Standorte schlagen sich auch im Gehalt nieder: Bei Verantwortung für zusätzliche Standorte verdienen heimische Führungskräfte im Inland Euro 165.000,-, in West-Europa Euro 187.000,-, in Mittel/Ost-Europa Euro 172.000,- und für Übersee Euro 203.000,-.

Mehr Infos über die Einkommenserhebung unter heimischen Führungskräften und Managern finden Sie unter www.wdf.at.

*) alle Angaben sind Mittelwerte

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