FPÖ begrüßt Diskussion um atypische Beschäftigung

Hofer: Atypisch Beschäftigte müssen von Arbeitsrecht erfaßt werden

Wien (OTS) - Die FPÖ begrüßt die nun entstandene Diskussion um atypische Beschäftigung in Österreich. FPÖ-Vizebundesparteiobmann Norbert Hofer ist, was die Forderung der Wirtschaftskammer nach einer freiwilligen Selbstversicherung anbelangt, skeptisch.

Hofer: "Das würde zu massiven Quersubventionen und zu einer starken Belastung unseres Sozialsystems führen. Profitieren würden davon wieder einmal große Unternehmen, die auf Kosten der öffentlichen Hand vermehrt auf atypisch Beschäftigte setzen würden.

Die FPÖ kritisiert die überbordende Entwicklung am Arbeitsmarkt in Österreich weg von der Vollzeitbeschäftigung hin zu freien Dienstverträgen. Hofer: "Die Wirtschaft braucht aufgrund der erforderlichen Flexibilität auch freie Dienstnehmer. Aufgrund der massiven gesetzlichen Ungleichbehandlung steht nun nicht mehr der Faktor der Flexibilität im Vordergrund, sondern die Tatsache, daß atypisch Beschäftigte billige Arbeitskräfte sind, die in Wirklichkeit keine Rechte haben. In den letzten fünf Jahren hat sich die Zahl der Vollzeitarbeitsplätze in Österreich um rund sieben Prozent reduziert. Im letzten Jahr waren 330.000 Personen geringfügig beschäftigt und haben weniger als 333 Euro verdient. Jeder siebte davon hat einen freien Dienstvertrag. Laut Statistik Austria hat jeder zehnte Arbeitnehmer in Österreich mehrere Jobs."

Die FPÖ fordert eine Einbindung atypisch Beschäftigter in das Arbeitsrecht. Hofer: "Wesentlich für die Bewertung ist die wirtschaftliche Abhängigkeit vom Dienstgeber. Ich sehe nicht ein, warum es hier zu einem Negativwettbewerb zwischen normalen Arbeitskräften und atypisch Beschäftigten kommen soll. Der Gesetzgeber muß diese Lücke schließen."

Was das Engagement des ÖGB für atypisch Beschäftigte anbelangt ist Hofer skeptisch: "Dem ÖGB geht es offenbar aufgrund der angespannten finanziellen Situation primär um Mitgliederwerbung. Solange sich Führungsfunktionäre des ÖGB in den gesetzgebenden Körperschaften aber dem Klubzwang unterwerfen und gegen Interessen der eigenen Mitglieder stimmen, leidet der ÖGB unter Glaubwürdigkeitsverlust. Hier muß die Reform des Österreichischen Gewerkschaftsbundes ansetzen."

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