Rauch-Kallat: Rauchen ist kein Genuss sondern lebensgefährlich

Zigaretten töten pro Jahr 80.000 Menschen in der EU - davon 20.000 Nichtraucher/innen

Wien (OTS) - "Tabakrauch ist lebensgefährlich und tötet weltweit alle 9 Sekunden einen Menschen. Wir sind gefordert die Zahl der Raucher/innen zu reduzieren und Nichtraucher/innen vor den Folgen des Passivrauches zu schützen", sagte Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat heute, Dienstag, anlässlich des Weltnichtrauchertages am 31. Mai. "Immerhin sind von den 80.000 EU-Bürger/innen, denen der Glimmstängel pro Jahr das Leben kostet 20.000 Nichtraucher/innen." Erschreckend sei auch die Tatsache, dass immer mehr junge Menschen zur Zigarette greifen. Zwei Drittel der Bevölkerung würden bereits im Jugendalter Tabak konsumieren, wobei Mädchen seit den 90er-Jahren bereits mehr rauchen als Burschen. Laut WHO-Studien rauchten im Jahr 2003 20 Prozent der 15-jährigen Burschen in Österreich und 25 Prozent der Mädchen täglich.

Neben Rauchausstiegsprogrammen und Informationskampagnen seien vor allem Werbeverbote, preisliche Maßnahmen und strenge Rauchverbote im öffentlichen Raum Handlungsfelder, die von internationalen Expert/innen empfohlen werden. Der Fachverband Gastronomie habe sich in Vereinbarung mit dem Gesundheitsministerium 2004 selbst dazu verpflichtet, bis Ende 2006 in allen österreichischen Speiselokalen mindestens 40 Prozent der Plätze als Nichtraucher/innenbereich einzurichten. "Nach Ablauf dieser Frist werden wir die Umsetzung der Vorgaben evaluieren und beurteilen, ob weitere gesetzliche Maßnahmen notwendig und zielführend sind", so Rauch-Kallat. Letztere seien auch im novellierten Tabakgesetz aus dem Jahr 2004 festgehalten: "Wenn die Selbstverpflichtung der Gastronomie nicht entsprechend eingehalten wird, sind strengere Maßnahmen zu ergreifen. Österreich ist damit keinesfalls Nachzügler, wie derzeit öfters behauptet wird, sondern der italienischen Regelung um Jahre voraus. Derzeit halte ich am Prinzip der Freiwilligkeit und der gemeinsamen Lösung des Problems fest. Sollte dieser Weg jedoch nicht zum gewünschten Ergebnis führen, liegt es am Gesetzgeber, dementsprechend zu reagieren. Strenger Nichtraucher/innenschutz ist unbedingt notwendig - hier darf es keine Kompromisse geben!"

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