AK fordert Verlängerung der Kühlschrankpickerl-Rückzahlaktion

Umweltminister muss Verlängerung sicherstellen

Wien (OTS) - Der private Kühlschrankentsorger Umweltforum Haushalt (UFH) hat angekündigt, die Kühlschrankpickerl-Aktion nicht zu verlängern. "Geld zurück für’s Kühlschrankpickerl gibt es nur noch heute, Dienstag und morgen Mittwoch", warnt Werner Hochreiter, AK Umweltexperte. Durch schlechte Informationen an die Verbraucher wird UFH auf bis zu 40 Millionen Euro sitzen bleiben. Daher fordert die AK erneut eine Verlängerung der Kühschlankpickerl-Rückzahlaktion mit einer Informations-Kampagne für die Verbraucher. Umweltminister Pröll muss als Aufsichtsbehörde gewährleisten, dass die Kühlschrankpickerl-Rückzahlaktion verlängert wird.

Die AK weiß von tausenden Konsumentenbeschwerden in der AK, wie schlecht und zögerlich die Rückzahlaktion für das Eisschrankpickerl gelaufen ist. Dass jetzt UFH vage ankündigt, bei der Entsorgung des kaputten Kühlschranks das Pickerlgeld rückzuerstatten, ist eine Häme für die Verbraucher. Es muss eine konsumentenfreundliche Lösung her:
und das ist eine Verlängerung der Rückzahlaktion. Umweltminister Pröll muss für Transparenz sorgen, und dafür, dass die Konsumenten ordentlich informiert werden.

Das UFH parkte insgesamt 49 Millionen Euro. Wer seit 1993 einen Kühlschrank gekauft hatte, musste auch eine Entsorgungsplakette mitkaufen. Die Entsorgung erfolgte vornehmlich durch UFH, das durch die Ausgabe der Plaketten beim Kauf eines neuen Gerätes die Entsorgung finanzierte. Anfangs waren es 770 Schilling (55,96 Euro), später 599,50 Schilling (43,57 Euro). Ab März 1995 zahlte man für das Entsorgungspickerl 7,27 Euro im vorhinein, die restlichen Kosten, wenn das Gerät dem Händler zur Entsorgung gebracht wurde. Seit Sommer 2005 müssen auf Grund einer EU-Richtlinie nicht mehr die Konsumenten, sondern die Hersteller für die Entsorgung von Elektroaltgeräten zahlen. Damit ist das für die Entsorgung beim UFH angesparte Geld nicht mehr nötig.

Im Herbst gab UFH an, etwa 4,7 Millionen Euro für bereits von Konsumenten eingelöste Pickerl ausbezahlt zu haben, jetzt sind es nach UFH-Angaben erst 8,5 Millionen Euro. Folglich werden voraussichtlich etwa bis zu 40 Millionen Euro übrig bleiben. Das ist weitaus mehr, als UFH im Frühjahr 2005 geschätzt hat. "Demnach hätten rund 50 Prozent der Pickerl eingelöst werden sollen, derzeit sind nicht einmal 20 Prozent der Pickerl eingelöst", sagt Hochreiter.

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