Hypo Alpe-Adria-Bank: Landesholding-Aufsichtsrat beschloss Eigenkapitalerhöhung und Strafanzeige gegen FMA

LH Haider: Weiteres Wachstum und neue Arbeitsplätze durch Kapitalerhöhung - FMA wollte Hypo bewusst schädigen

Klagenfurt (LPD) - Eine Eigenkapitalerhöhung der Hypo Alpe-Adria-Bank um 250 Mio. Euro sowie die Ausschüttung Junger Aktien wurde heute, Montag, vom Aufsichtsrat der Kärntner Landesholding mehrheitlich beschlossen. Das teilte Landeshauptmann Jörg Haider mit, für den damit das weitere Wachstum der erfolgreichen Landesbank maßgeblich unterstützt wird. Einen einstimmigen Beschluss gab es für die Einleitung rechtlicher Schritte gegen die Finanzmarktaufsicht (FMA) sowie deren Vorstände.

Das Interesse internationaler Kapitalgeber im Zuge der Eigenkapitalerhöhung wertete der Landeshauptmann als "Signal vollen Vertrauens" in die Hypo. Damit würden auch die Schaffung neuer Arbeitsplätze sowie Wachstumsperspektiven in u.a. Bulgarien, Rumänien und Ex-Jugoslawien gefördert. Diese wären ohne die Erhöhung gefährdet gewesen, meinte Haider. Außerdem sei die Kapitalerhöhung ein wirksamer Übernahmeschutz gegenüber anderen Banken. Für die Kapitalerhöhung haben sich auch bereits der Hypo-Aufsichtsrat und Miteigentümer GRAWE ausgesprochen. Gemeinsam mit der GRAWE hält das Land gemäß einem Syndikatvertrag bis 2014 die Mehrheit an der Hypo, erklärte Haider. Durch die Ausschüttung der Jungen Aktien geben Land und GRAWE gemeinsam anteilsmäßig maximal neun Prozent ab.

Über die FMA sagte Haider wiederholt, dass diese die Hypo bewusst habe schädigen wollen. Die FMA habe für 2004 eine Negativbilanz erzwungen, obwohl alle Wirtschaftsprüfer eine Positivbilanz vorgeschlagen hätten. "So hat man der Bank 100 Mio. Euro Eigenkapital gestohlen", betonte der Landeshauptmann und sprach in diesem Zusammenhang von Amtsmissbrauch und Nötigung. Der Landesholding-Aufsichtsrat habe daher einstimmig beschlossen, gegen die FMA Strafanzeige zu erstatten und Schadenersatzansprüche zu stellen.
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