EU-Agrarminister im Wein-Kultur-Bildungs-Zentrum Loisium

Best-Practice-Beispiel stärkt Wirtschaftskraft im ländlichen Raum

Wien (AIZ) - Das Loisium in Langenlois ist eines der Best-Practice-Beispiele, das den Landwirtschaftsministern am 29.05. im Rahmen des informellen EU-Agrarministerrates unter dem Vorsitz von Lebensminister Josef Pröll vorgestellt wird. Das dreitägige Treffen steht im Halbjahr der österreichischen Ratspräsidentschaft unter dem Motto "Land.Leben.Zukunft" und stellt Bildung, Beratung, Forschung und Entwicklung als Schlüsselbereiche für die Ländliche Entwicklung in den Vordergrund. Der Besuch des Loisiums eignet sich zu diesem Zweck besonders gut, da dieses nicht nur einen Magneten für Besucher aus aller Welt, sondern auch ein Kultur- und Bildungszentrum rund um das Weinwissen darstellt und einen großen Wertschöpfungseffekt für die gesamte Region erzielt.

Barrierefreie, touristische Attraktion, Wein- und Kulturzentrum

Die Idee zum Loisium hatten drei Langenloiser Familien, die auch ihre Keller zu diesem Zweck zur Verfügung stellten. Eröffnet wurde das Zentrum, das barrierefrei gebaut ist, im September 2003 unter dem Motto "Wein mit allen fünf Sinnen genießen". Seitdem wurde viel unternommen und entwickelt, um das Zentrum für Besucher noch attraktiver zu machen. Es könne und werde keinen Stillstand geben, Veränderung sei ein Teil der Strategie, betont die Geschäftsführung des Loisiums. Im ersten Jahr stand der Aufbau der touristischen Distribution im Zentrum der Aktivitäten. Die Strategie des zweiten Jahres zielte darauf ab, das Loisium als Wein- und Kulturzentrum in der Region zu verankern.

Grenzüberschreitende Kooperationen und Werbeaktivitäten

Das dritte Jahr dient dazu, die Einrichtung auch in angrenzenden Ländern zu bewerben. Mittlerweile kommt jeder neunte Besucher aus dem Ausland. Dieser Anteil soll in den nächsten Jahren kontinuierlich gesteigert werden. Um dieses Ziel zu erreichen, werden Führungen in acht Sprachen, darunter auch Russisch und Schwedisch, angeboten. Geplant sind grenzüberschreitende Kooperationen und Werbeaktivitäten. Zusätzlich wurde die Initiative "Loisium goes US" gestartet, die darauf abzielt, auch Weintouristen aus den Vereinigten Staaten anzulocken. Der derzeitige Höhenflug des Grünen Veltliners in den USA hilft auch dabei, um amerikanischen Weinliebhabern die österreichische Weinkultur näher zu bringen. Mittlerweile ist es gelungen, dass einer der größten US-Anbieter von Donau-Schiffsfahrten das Loisium in sein Programm aufgenommen hat.

Botschafter für Österreichs Weinkultur und die gesamte Region

Investiert wurden in das Projekt EUR 10 Mio., von denen ein Drittel im Rahmen der Regionalförderung des Landes Niederösterreich (Eco Plus) und mit EU-Fördermitteln aufgestellt wurde. Dass sich diese Ausgaben rentieren, verdeutlichen die Besucherzahlen. So haben seit September 2003 insgesamt rund 190.000 Personen das Loisium besucht und zwischen EUR 20,- und 44,- ausgegeben. Die Gesellschafter werten es als besonders erfreulich, dass der Erlös pro Gast um 20% über dem Plan liegt. Auch die auf zwei Stunden gestiegene Verweildauer pro Gast zeige, dass das gesamte Angebot aus Attraktion, Vinothek, Shop und Gastronomie hervorragend angenommen wird. Im Laufe des Jahres werden auch rund 80.000 Flaschen Wein verkauft. Die oft auch ins Ausland mitgenommenen Produkte sind somit auch Botschafter für Österreichs Weinkultur und die gesamte Region.

Allein 2006 werden zusätzlich insgesamt 18 Seminare, beispielsweise von der Weinakademie Österreich, und viele weitere Veranstaltungen angeboten. So finden in dem Zentrum unter anderem das Kammermusikfestival "Loisiarte", die "Lange Nacht im Loisium", Matinees in Kooperation mit Bösendorfer und zahlreiche Kunstausstellungen statt. Das Loisium kooperiert mit vielen touristischen Anbietern wie zum Beispiel den Kittenberger Erlebnisgärten in Schiltern, der Rosenburg, dem Stift Altenburg und der Brandner Schifffahrt. Dabei werden Gruppenangebote erstellt und gemeinsam verkauft.

Nächtigungsstatistiken gestärkt, Umsätze von Gastronomie und Winzern erhöht

Insgesamt sind im Loisium 20 Vollzeitarbeitskräfte ganzjährig beschäftigt. Zusätzlich helfen fünf bis sieben Personen in den stärkeren Monaten aus. Somit wurden wieder unmittelbar einige Arbeitsplätze in der Region geschaffen. Was Langenlois und die Umgebung betrifft, so verbessern die Besucher des Loisiums unter anderem auch die Nächtigungsstatistik und heben die Umsätze der Gastronomiebetriebe und lokaler Winzer. Aus all diesen Gründen stellt das Loisium ein erfolgreiches Projekt dar, das für Bildung, Entwicklung und Tourismus im ländlichen Raum steht und die Wirtschaftskraft der gesamten Region stärkt.
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