ÖVP Wien: Hundekot - Beseitigen muss zur Selbstverständlichkeit werden

Stadt Wien muss die notwendigen Rahmenbedingungen schaffen

Wien (VP-Klub) - "Es muss nicht nur an die Verantwortung der Hundebesitzer appelliert, sondern von der Stadt Wien auch die entsprechenden Rahmenbedingungen geschaffen werden", so die einhellige Forderung von LAbg. Robert Parzer, VP-Vertreter im Umweltausschuss, LAbg. Barbara Feldmann, Frauensprecherin der ÖVP Wien, und Dr. Ralph Jens von der Ärztekammer Wien in ihrer heutigen gemeinsamen Pressekonferenz. Betont wurden der positive soziale Aspekt der Hundehaltung, aber auch die damit verbundenen Risiken, die etwa durch herumliegenden Hundekot ausgehen und die fehlenden Rahmenbedingungen zur Verbesserung der Situation.

Höheres Strafmaß und Exekution durch die geforderte Stadtwache

"Wenn schon die vor Jahren eingebrachten Anträge der ÖVP Wien umgesetzt worden wären, wäre das Problem des Hundekots nicht so dramatisch angestiegen", so Parzer, der auch das Strafmaß und die fehlende Exekution der Reinhalteverordnung als großes Problem in Wien sieht. "In zahlreichen großen Städten Europas gibt es eigens Personal, das sich um die ortspolizeilichen Verordnungen und um die Reinhalteordnung kümmert. Nur in Wien sträubt man sich nach wie vor dagegen, die von der ÖVP Wien lange geforderte Stadtwache einzuführen. Ein erster Schritt wäre es, dass sich Parkraumwächter auch um die Grünanlagen kümmern und wenn nötig Strafen verhängen sollten." Weiters fordert Parzer, das Strafmaß ein wenig anzuheben, da die derzeitige Mindestgrenze von Euro 7,00 keine erzieherische Wirkung habe.

Mehr Automaten und Hunde-Sets

Feldmann, selbst Hundebesitzerin, fordert statt Alibiaktionen der Stadt Wien sinnvolle Maßnahmen, die eine Entsorgung von Hundekot durch den Hundehalter erleichtern oder überhaupt erst möglich machen sollen: "Hunde-Set Automaten müssen in der Stadt vermehrt aufgestellt werden. Ebenso Behälter für eine hygienische Entsorgung. Das Wegräumen des Hundekots muss zur Selbstverständlichkeit werden, aber auch machbar sein", so Feldmann. Um Hundesbesitzer auf ihre Verpflichtung aufmerksam zu machen, schlägt Feldmann vor, allen in Wien registrierten Hundebesitzern ein Hunde-Set kostenlos zukommen zu lassen.

Problem Hundezonen

An die Stadt Wien appelliert Feldmann, die Hundezonen nicht nur zu vervielfachen, sondern sich vor allem besser um deren Reinigung zu kümmern: "In Wien gibt es nicht nur viel zuwenig Hundeszonen, diese sind auch noch verdreckt und stark vernachlässigt. Kein Wunder, dass viele Hundebesitzer und auch deren Hunde diese nicht gerne aufsuchen." Auch durch Hundeexkremente verschmutzten Spielplätze werden zunehmend zu einem ernsten Problem. Diesbezüglich ist die eindringliche Forderung Feldmanns, eine strikte Trennung zu garantieren und diese baulich sofort umzusetzen. "Spielplätze haben für Hunde absolut tabu zu sein", fordert Feldmann.

Infektionsrisiko wird ignoriert

"Für jeden sterbenden Schwan wird ein "großes Begräbnis" veranstaltet, aber über Erkrankungen von Menschen, ausgelöst durch den Hundebandwurm, wird kein Wort verloren", kritisiert Dr. Ralph Jens von der Wiener Ärztekammer. "Die Hundebesitzer müssen sich der Gefahren, die vom Hundekot ausgehen, bewusst werden und diesen verantwortungsvoll wegräumen. Nur so kann das Risiko minimiert werden. Vor allem bei Welpen wird die größere Gefahr durch deren Niedlichkeit oft übersehen. Es darf kein Kavaliersdelikt mehr sein, die Hunde überall hinkoten zu lassen. Wir tun’s ja auch nicht. Meine Missachtung gilt all jenen Hundebesitzern, die sich nicht darum kümmern", schließt Dr. Jens.

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