Gusenbauer zu ORF: öffentliche Diskussion über Qualität und Reichweite sehr begrüßenswert

Management braucht Antwort auf Seherverluste

Wien (SK) - Es ist dringend notwendig und sehr begrüßenswert, dass es eine öffentliche Diskussion über Qualität und Quoten des ORF gibt. Auch die Stimmen aus dem ORF verdeutlichen, dass die Unzufriedenheit mit dem aktuellen Zustand groß sei, so SPÖ-Vorsitzender Alfred Gusenbauer am Montag im Rahmen einer Pressekonferenz. "Als Gebührenzahler und Österreicher bin ich an einer starken rot-weiß-roten Stimme, einem öffentlich-rechtlichen Rundfunk, interessiert. Das ist wichtig für die Demokratie und Meinungsbildung", so Gusenbauer. Wenn die Einschaltquoten aber dramatisch sinken und die Reichweiten stark rückläufig sind, dann zeigt dies, dass die Geschäftsführung nicht erfolgreich ist. "Jeder weiß, dass Werner Mück der Hauptverantwortliche für die Informationssendungen ist, die besonders stark vom Zuschauerschwund betroffen sind. Er ist einer der Haupttotengräber des öffentlich-rechtlichen Rundfunks". Sein "offener Brief" sei der beste Beweis für die Richtigkeit der Kritik an ihm. ****

Es sei wichtig, dass der ORF ein österreichischer Rundfunk und nicht der ÖVP-Rundfunk sei. "Das gilt es bei der Neubesetzung des Managements zu berücksichtigen", betonte der SPÖ-Vorsitzende. Die Kandidaten für die Positionen sollen ihre Vorschläge, wie man die Lage des ORF verbessern kann, vorbringen. "Herr Mück selbst sieht sich als Kandidat. Der 'offene Brief' war ja eine Eigenanzeige für die Position des Informationsdirektors. Aber wie der ORF aus der Misere der sinkenden Quoten und der verärgerten Zuseher herauskommen will, darauf geht er überhaupt nicht ein", stellte Gusenbauer fest. Was und wie Dinge geändert werden müssten, eine Selbstkritik, was bisher falsch gelaufen sei und wie man dies beheben wolle, lasse Mück gänzlich außen vor. "Ich habe eher den Eindruck, dass hier ein falsches Verständnis vorherrscht."

Management für Erfolg und Misserfolg verantwortlich

Während Gusenbauer eine öffentliche Diskussion und die Initiativen für den ORF begrüßte, hielt der SPÖ-Vorsitzende auch fest, dass eine Politisierung der Debatte unpassend sei. "Eine öffentliche Diskussion über Qualität und Reichweite ist wichtig und dringend notwendig."

Die aktuelle Einschaltquoten, die teilweise dramatische Rückgänge ausweisen, zeigen klar, dass die aktuelle Geschäftsführung nicht erfolgreich ist. Wie in jedem anderen Unternehmen auch, sei letztlich das Management für den Erfolg verantwortlich. Wenn die Generaldirektorin nicht erfolgreich ist, dann gebe es keine Veranlassung, die Erfolglosigkeit zu prolongieren. (Schluss) js

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