VP-Wolf: Vereinigte Bühnen Wien wollen 17% des Kulturbudgets

Mailath-Pokorny schuf ein Monster

Wien (VP-Klub) - "Jetzt bekommt Mailath-Pokorny von den
Vereinigten Bühnen Wien die Rechnung für seine verfehlte Kulturpolitik präsentiert", so der Kultursprecher der ÖVP Wien, LAbg. Franz Ferdinand Wolf. VBW-Generaldirektor Franz Häußler fordert in einem Interview mit dem Wirtschaftsmagazin "trend" eine Subvention in Höhe von 35,1 Mio. Euro.

Das Finanzdesaster war laut Wolf absehbar, denn neben einer Studie zur wirtschaftlichen Machbarkeit sprach sich auch der Rechnungshof bereits 2001 gegen die Umwidmung des Theaters an der Wien in ein Opernhaus aus. Ein noch unter Peter Marboe entwickelter Finanzplan, der massive Einsparungen vorsah, scheiterte am Widerstand der Wiener SPÖ. Der 47 Mio. Euro teure Umbau des Ronachers zu einer weiteren Musicalbühne rief einhellige Ablehnung bei Kulturschaffenden und Opposition hervor.

Dem VBW-Generaldirektor Franz Häußler legt Wolf nahe, sich der Realität zu stellen. "Die von Häußler locker geforderten 35,1 Mio. Euro machen 17% des gesamten Kulturbudgets für 2006 aus", stellt der VP-Kultursprecher klar. Er verlangt von Häußler ein mittelfristiges Sanierungskonzept mit kostenwahrer Kalkulation, auf Basis realistischer Betriebsdaten und mit nachvollziehbarer Darstellung der Ausgaben und Finanzflüsse.

Mailath-Pokorny habe offenbar die Übersicht über sein Budget verloren, wenn er eine Verdopplung der Subvention der VBW auch nur in Betracht zieht, bemerkt Wolf. Er erinnert daran, dass Finanzstadtrat Rieder bereits vor längerer Zeit ablehnte, mehr Geld für die VBW zu Verfügung zustellen. "Das Theatermonster VBW wird auf Kosten aller anderen Kulturschaffenden am Leben gehalten und frisst das Wiener Kulturbudget bald alleine auf."

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