ÖGB für verpflichtende Arbeitslosenversicherung für Neue Selbstständige und freie DienstnehnerInnen

Rolzhauser zu WKÖ-Gleitsmann: Erfahrungen aus Deutschland nutzen

Wien (ÖGB) - "Neue Selbstständige und freie DienstnehmerInnen brauchen eine finanzielle Absicherung bei Arbeitslosigkeit so wie die unselbstständig Beschäftigten sie haben. Wir fordern deshalb einen verpflichtenden Einbezug der beiden Beschäftigtengruppen in die Arbeitslosenversicherung", sagt die Leiterin des ÖGB-Beratungszentrums und Expertin für atypische Beschäftigungsformen, Elisabeth Rolzhauser. Martin Gleitsmann, Leiter des sozialpolitischen Referats in der WKÖ, tritt demgegenüber - wie in der heutigen Ausgabe der "Presse" berichtet - für eine freiwillige Arbeitslosenversicherung ein.++++

Eine freiwillige Arbeitslosenversicherung für Selbstständige lade zum Missbrauch ein, verweist ein Experte des Instituts der deutschen Wirtschaft im Interview mit der "Presse" auf die Erfahrungen Deutschlands mit der freiwilligen Arbeitslosenversicherung für Selbstständige. "Daraus zu folgern, dass Neue Selbstständige und freie DienstnehmerInnen überhaupt keinen Schutz bei Arbeitslosigkeit haben sollen, wäre falsch. Was wir brauchen, ist ein verpflichtender Einbezug in die Arbeitslosenversicherung. Dann gibt es kein Ausnützen, sondern eine Verlagerung der Kosten auf alle", sagt Rolzhauser. Vordringlich ist für den ÖGB zudem die Einführung eines Krankengeldes für freie DienstnehmerInnen und Neue Selbstständige. "Wir sind gesprächsbereit. Die Wirtschaftskammer soll sich mit uns an einen Tisch setzen, um Verbesserungen für Neue Selbstständige und freie DienstnehmerInnen auszuarbeiten", so Rolzhauser abschließend. (mf)

ÖGB, 29. Mai
2006
Nr. 382

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