RSO Wien im Juni: österreichische Erstaufführung von Arvo Pärts "Lamentate für Klavier und Orchester" im Beisein des Komponisten

Wien (OTS) - Zwei Highlights stehen im Juni auf dem
Konzertprogramm des RSO Wien: die österreichische Erstaufführung von Arvo Pärts "Lamentate für Klavier und Orchester", zu der der Komponist eigens anreist, und die konzertante Aufführung von Lorenzo Da Pontes Opera buffa "L’ape musicale".

Im Rahmen der "Wiener Festwochen" gastiert das RSO Wien am 10. Juni im Musikverein (Konzertbeginn: 19.30 Uhr). Auf dem Programm steht eine österreichische Erstaufführung: Arvo Pärts "Lamentate für Klavier und Orchester", am Klavier: Alexei Lubimov. Der estnische Komponist Arvo Pärt reist eigens an, um der österreichischen Erstaufführung beizuwohnen. Zum Werk: Als Pärt 2002 das Londoner Tate Modern Museum besuchte, stieß er auf die monumentale Skulptur "Marsyas" des britischen Künstlers Anish Kapoor, der den antiken Mythos der gleichnamigen Gestalt, die auf der Doppelflöte mit Apollos Saitenspiel konkurrieren wollte und von diesem dafür als Strafe bei lebendigem Leibe gehäutet wurde, in einer ehemaligen Turbinenhalle umgesetzt hatte. Pärt war derart berührt und bewegt, dass er unter dem Eindruck dieses Werkes sein Lamento nicht als Klagelied für die Toten, sondern für die Lebenden geschrieben hat, die mit dem Leid der Welt umzugehen haben. Neben Pärts "Lamentate" ist Dimitri Schostakowitschs 13. Symphonie "Babij Jar" mit Robert Holl (Bass) und den Herren des Singvereins der Gesellschaft der Musikfreunde zu hören. Dirigent beider Werke ist der junge, in St. Petersburg geborene Andrey Boreyko, der zu den vielseitigsten Dirigenten seiner Generation zählt. In Ö1 ist der Konzertmitschnitt am 16. Juni ab 19.30 Uhr zu hören.

Am 17. Juni gibt das RSO Wien unter Michael Boder im Rahmen der "Festspiele Europäische Wochen Passau" ein Konzert in der Passauer Studienkirche (Beginn: 19.30 Uhr). Zu hören sind Werke von Gloria Coates, Wolfgang Amadeus Mozart und Ludwig Van Beethoven. Beim Abschlusskonzert der Dirigentenklassen der Universität für Musik und darstellende Kunst am 22. Juni ab 19.30 Uhr im Wiener Musikverein spielt das RSO Werke von Richard Wagner, Franz Liszt, Nikolaj Rimskij-Korsakow, Manuel De Falla und Maurice Ravel. Ausschnitte dieses Konzertes sendet Ö1 am 4. Juli ab 10.05 Uhr.

Im Theater an der Wien steht am 28. Juni (Beginn: 19.30 Uhr) die konzertante Aufführung von Lorenzo Da Pontes zweiaktiger Opera buffa "L’ape musicale" mit Musik von Salieri, Mozart, Cimarosa, Paisiello u.a. auf dem Konzertprogramm des RSO Wien unter Chefdirigent Bertrand de Billy. Es singen Maurizio Muraro (Bonario), Lawrence Brownlee (Don Capriccio), Boaz Daniel (Brunetto), Valentina Farcas (Donna Farinella), Myrtò Papatanasiu (Donna Zuccherina) und Nina Bernsteiner (Cechina). In Ö1 ist die Aufzeichnung des Abends am 1. Juli ab 19.30 Uhr zu hören. Das Hoftheater musste sparen und so erfand Da Ponte als "Sparmaßnahme" nicht nur eine Art Abonnementsystem, sondern auch Kosten sparende Opern ohne Komponisten. Für "L’ape musicale", die "musikalische Biene", suchte sich Da Ponte in einer pasticcioartigen Zusammenstellung zu dem von ihm verfassten Libretto musikalische Nummern aus Opern der Zeitgenossen. Die Uraufführung 1789 war ein durchschlagender Erfolg. Das Libretto hat die Jahrhunderte überdauert, die Musik wurde nun von der Musikwissenschafterin Miriam Grau-Tanner wieder zusammengesucht und für die verloren gegangenen Dialoge von Michael Kraus ein neuer Text geschrieben: Lorenzo Da Ponte erzählt nun persönlich die Geschichte - dargestellt im Theater an der Wien von Andrea Jonasson. Die Geschichte ist eine "Oper in der Oper" und handelt von Da Pontes alter ego, dem Dichter Bonario, der Sänger überredet, ein Stück ohne Komponisten aufzuführen. Details zum Konzertprogramm des RSO Wien sind abrufbar unter:
http://rso-wien.ORF.at (ih)

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