Sozialversicherung und Länder installieren ein Rauchertelefon

Ab morgen, Dienstag, österreichweit zum Ortstarif unter 0810 810 013

Wien (OTS) - Rauchen ist heute die wichtigste vermeidbare Ursache von Krankheit und vorzeitigem Tod. Die Hälfte aller Raucher wird an den Folgen ihrer Sucht sterben, ein Viertel zwischen dem 35. und dem 69. Lebensjahr - das bedeutet eine durchschnittliche Abnahme der Lebenserwartung um 20 bis 25 Jahre.

Um dieser Entwicklung entgegenzutreten, hat der Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger die Etablierung eines Rauchertelefons in Auftrag gegeben. Unter der Nummer 0810 810 013 bietet die Niederösterreichische Gebietskrankenkasse dieses Service für ganz Österreich an. Das Rauchertelefon ist ab 30. Mai 2006 von Montag bis Freitag von 15 Uhr bis 18 Uhr besetzt und österreichweit zum Ortstarif erreichbar. Die MitarbeiterInnen sind erfahrene, speziell in der Raucherentwöhnung und Telefonberatung ausgebildete klinische- und GesundheitspsychologInnen.

"Es freut mich besonders, dass bei diesem Projekt die Sozialversicherung und sieben Bundesländer ein partnerschaftliches Finanzierungsmodell umgesetzt haben, das allen ÖsterreicherInnen und Österreichern ermöglicht dieses Service in Anspruch zu nehmen", so Dr. Josef Probst, stellvertretender Generaldirektor im Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger.

Schulterschluss aller relevanten Institutionen zur Umsetzung einer nationalen Anti-Tabak-Strategie gefordert.

"Laut Artikel 5 des Rahmenübereinkommens der WHO zur Eindämmung des Tabakgebrauches soll eine umfassende sektorübergreifende nationale Anti-Tabak-Strategie für Österreich entwickelt werden. Wir haben bereits anlässlich des Welt-Nichtrauchertages 2005 auf diese Situation hingewiesen" analysiert Dr. Josef Probst die Lage für Österreich. Aufbauend auf den Ergebnissen des Innovationsprojektes "Zukunftskonzept Gesundheitsförderung und Prävention" hat der Hauptverband gemeinsam mit dem Wissenschaftszentrum für Gesundheitsförderung und Prävention der VAEB, der NÖGKK sowie der WGKK diese Entwicklungsarbeit übernommen. Der Hauptverband lädt sämtliche relevanten Stakeholder ein, sich an der Entwicklung und Umsetzung einer nationalen Anti-Tabak-Strategie zu beteiligen. Probst: "Nur durch eine gemeinsame, alle Politik- und Gesellschaftsbereiche umfassende Kraftanstrengung können wir dem Problem des Tabakkonsums und den daraus resultierenden Folgen für die Menschen und das Gesundheitswesen Einhalt gebieten". Dabei sei es wichtig, auch in der Gesetzgebung Lösungen zu finden, die mit der europäischen Rechtssprechung konform gehen, so Dr. Probst abschließend zur aktuellen Diskussion um Zigarettenmindestpreise. Im Anschluss an die Pressekonferenz findet ab 10:30 Uhr ein internationales Fachsymposium anlässlich des Welt-Nichtrauchertages 2006 statt.

Kontakt:
Das Rauchertelefon
Niederösterreichische Gebietskrankenkasse
Dr. Karl-Renner-Promenade 14-16, 3100 St. Pölten
Tel: 0810 810 013
e-Mail: info@rauchertelefon.at
www.rauchertelefon.at

Alle Inhalte und Präsentationen des Symposiums 2006
sind ebenfalls auf der Homepage des Rauchertelefons zu finden.

Rückfragen & Kontakt:

Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger
Pressestelle
Tel.: (++43-1) 71132-1120
dieter.holzweber@hvb.sozvers.at
http://www.sozialversicherung.at

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