Plassnik: "Chancen des wiedervereinigten Europas nützen"

Wien (OTS) - "Das neue Europa bietet eine Vielzahl von Gestaltungsmöglichkeiten für die österreichischen Politik und die österreichische Wirtschaft. Der gewagte Schritt, nach Osten zu gehen, hat sich für österreichische Unternehmen gelohnt", erklärte Außenministerin Ursula Plassnik heute anlässlich der heutigen Jahrestagung der Raiffeisengruppe Niederösterreich Wien.

"Gerade die Raiffeisen zeigt, wie man die Chancen des wiedervereinigten Europas bestmöglich nützen kann. Sie hat, gemeinsam mit anderen österreichischen Banken, eine Pionierrolle in den neuen Märkten in Mittel- und Osteuropa übernommen und damit österreichischen Unternehmen bei ihren ersten Gehversuchen auf diesen Märkten Sicherheit gegeben. Nur Sicherheit gibt Mut zu neuen Taten" so die Außenministerin weiter.

Plassnik verwies auf die enorme Transformationskraft der EU, die in Mittel- und Südosteuropa seit dem Fall es eisernen Vorhangs beeindruckende Reformen bewirkt hat. "Gerade die Perspektive der EU-Mitgliedschaft hat unglaubliche Kräfte freigesetzt. Die Aussicht auf das Miteinander in der Europäischen Union ist stärker als jedes Beharrungsvermögen des Alten", so die Außenministerin. Die EU müsse daher Rumänien und Bulgarien das Gefühl geben, als Partner erwartet und willkommen zu sein.

Die Außenministerin erinnerte aber auch daran, dass die Wiedervereinigung und der Wiederaufbau des Kontinents noch nicht abgeschlossen ist, solange die Staaten des Westbalkans nicht ihren Platz in Europa gefunden haben. "Die letzten Tage beweisen, dass sich am Westbalkan noch viel bewegt. Es ist daher umso wichtiger, für ein stabiles Umfeld zu sorgen und den Ländern der Region eine konkrete Zukunftsperspektive zu bieten. Gerade Serbien bedarf dabei unserer vollen Aufmerksamkeit und einer glaubwürdigen europäischen Perspektive. Es tut mir persönlich leid, um jeden Tag, den Serbien an Verzögerung auf seinem europäischen Weg in Kauf nimmt", so Plassnik.

Trotz ihrer ungebrochenen Attraktivität nach außen, werde die EU von öffentlicher Skepsis in den Mitgliedstaaten begleitet. Der Befund sei aber beim näheren Hinsehen nicht so schwarz. Die Umfragen zeigten eine positive Grundeinstellung zum Miteinander in Europa und eine klare Nachfrage nach mehr Europa, etwa in Sicherheitsfragen oder im Umweltschutz. "Natürlich gibt es Kritik, sie ist aber verbunden mit der Überzeugung, dass die Dinge sich verbessern und ändern lassen und dass es sich lohnt, sich dafür einzusetzen. Es gibt daher keinen Grund zur Zukunftsfaulheit oder Verzagtheit in Europa", so Plassnik abschließend.

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