Grossmann: "In effiziente Resozialisierung investieren, statt Gefängnisse vollzustopfen"

Alternativen zu Haftstrafen nutzen

Wien (SK) - Es gelte, "in eine effiziente Resozialisierung zu investieren", statt die ohnehin schon "übervollen Gefängnisse vollzustopfen" und die Häftlinge darin "ewig braten" zu lassen, betonte SPÖ-Kinder- und Jugendsprecherin Elisabeth Grossmann am Mittwoch im Parlament. Die Häftlingszahlen müssten reduziert werden. Alternativen, wie: elektronische Fußfesseln und bedingte Entlassungen, seien verstärkt zu nutzen. Weiters müsste den stark geforderten Justiz-MitarbeiterInnen breite Unterstützung und eine bestmögliche Ausbildung zuteil werden, forderte Grossmann. ****

Der Strafvollzug ist "stark reformbedürftig", der jetzt unternommene Schritt sei ein "kleiner Schritt in die richtige Richtung", machte Grossmann klar. Generell gelte es, beim primären Strafzweck (Spezialprävention, Resozialisierung, Einsicht des Häftlings) darauf zu achten, dass jeder eine "zweite Chance verdient" - dies sei unter den derzeitigen Bedingungen eher nicht der Fall, so Grossmann. Die Organisationsreform sei ein "kleines Mosaiksteinchen", das "nicht geeignet ist, das Gesamtproblem zu lösen".

Das Ergreifen von Alternativen zu Freiheitsstrafen würde auch durch fehlendes Personal für Kontrollen der Auflagen sowie durch eine "notorisch unterbesetzte Bewährungshilfe" erschwert, kritisierte Grossmann. Weiters seien vorrangig Geld- und Sozialstrafen statt Haftstrafen zu verhängen, so Grossmann abschließend. (Schluss) mb

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