Oberhaidinger: Verbund-Haider soll jetzt nicht politisieren - hat selbst bei ÖSL nichts weitergebracht

Regierung hat auf Grund für Platzen der Fusion OMV/Verbund gewartet - Wollte unbedingt auch die Landes-EVU privatisieren

Wien (SK) - "Es ist nicht notwendig, dass Verbund-Chef Haider aufgrund seiner verständlichen Enttäuschung über die geplatzte Fusion Verbund/OMV nun zu politisieren beginnt und SPÖ-Vorsitzenden Alfred Gusenbauer auf unqualifizierte Art und Weise kritisiert", sagte SPÖ-Energiesprecher Georg Oberhaidinger zu einem Interview, das Haider im ORF-Mittagsjournal gab. Oberhaidinger erinnerte daran, dass die Stromwirtschaft nicht imstande war, aus eigener Kraft bzw. aus eigenem Wollen eine österreichische Stromlösung (ÖSL) zu schaffen und dass Haider als Verbund-Chef bei diesem Scheitern an vorderster Stelle involviert war. ****

"Nun war es die Bundesregierung, nicht aber die SPÖ, die die Fusion von OMV und Verbund und damit eine große österreichische Energielösung sterben ließ", erinnerte Oberhaidinger. Er ist sich sicher, dass man zu akzeptablen Lösungen gekommen wäre, wäre man nach dem Beschluss der Landeshauptleute in Verhandlungen getreten.

"Ich habe aber den Eindruck, dass die Regierung geradezu auf einen Grund gewartet hat, um die Fusion platzen lassen zu können", so der SPÖ-Abgeordnete. Ansonsten sei es nicht zu erklären, dass innerhalb kürzester Zeit nach der Landeshauptleutekonferenz die Regierung diesen Zusammenschluss abgesagt hat. "Die Regierung hat von Anfang an, neben der Privatisierung von OMV und Verbund, auch die Landesenergieversorger privatisieren wollen. Als sie sah, dass sich die Länder - auch die ÖVP-geführten - gegen diese Ausverkaufspläne querlegten, wollte sie offensichtlich auch von der OMV/Verbund-Fusion nichts mehr wissen", so Oberhaidinger.

"An der SPÖ ist dieses neue Unternehmen jedenfalls nicht gescheitert. Wir haben von Anfang an klar gemacht, dass man unsere Wasserkraft vor fremden Zugriff schützen muss. Da hat es keine Meinungsänderung gegeben. Nicht klar war hingegen, was die Regierung wollte. Ganz offensichtlich ging es ihr einzig darum, möglichst viel Geld aus diesem Geschäft herauszuschlagen", schloss der SPÖ-Energiesprecher. (Schluss) ns

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