Landertshammer für neue Pädagogische Hochschulen mit Biss

Forschungsaktivitäten der Pädagogischen Hochschulen thematisch koor¬dinieren - Schwerpunktsetzung bei Lehrerweiterbildung

Wien (PWK347) - Unterstützung für die von der Wiener ÖVP geäußerte Kritik an der soeben reformierten Lehrer-Ausbildung kommt von der Wirtschaftskammer Österreich. Michael Landertsham¬mer, Leiter der Abteilung Bildungspolitik in der WKÖ, stellt sich hinter die VP-Stadträtin Katharina Cortolezis-Schlager.

Landertshammer: "Tatsächlich müssen wir bei der Entwicklung der Pädagogi¬schen Akademien und Institute zu Pädagogischen Hochschulen besonders darauf achten, dass echte Veränderungen realisiert werden. Hierzu gehört vor allem auch die gesetzlich vorgesehene wissenschaftlich-berufsfeldbezogen Forschung, die als Grundlage für ein wis¬senschaftlich fundiertes Studienangebot für eine zeitgemäße Lehreraus- und Weiterbildung unerlässlich ist." Angesichts der Vielzahl Pädagogischer Hochschulen sollte man versuchen, die Forschungsaktivitäten der Pädagogischen Hochschulen thematisch zu koor¬dinieren, um echte Synergien flottzumachen. Nur so werde es möglich sein, jene kritische Größenordnung zu erreichen, die für eine hochqualitative pädagogische Tatsachenfor¬schung heutzutage erforderlich ist. Landertshammer schlägt den Bogen für derartige Ko¬operationen auch über die Grenzen der Pädagogischen Hochschulen hinweg: "Auch die Pädagogischen Institute der Universitäten sollten eingebunden werden. Überdies sollte dem neuen Bundesinstitut für Bildungsforschung in Salzburg in diesem ‚Pädagogischen Forschungscluster’ gleichsam eine Schrittmacherfunktion zukommen."

Genauso wie Cortolezis-Schlager ist auch Landertshammer von der Wichtigkeit der Lehrer¬weiterbildung überzeugt: "Hier müssen Signale gesetzt werden, und zwar nicht nur bei der Anzahl der Weiterbildungstage für Lehrer, sondern auch hinsichtlich der Konzentration der Weiterbildung in die unterrichtsfreie Zeit. Schon jetzt merken wir, wel¬che neue Aufgaben die Schule von morgen erfüllen muss." Es gehe um die individuelle Betreuung aller Schüler, um eine optimale Entfaltung der Leistungen und Persönlichkeit der Heranwachsenden sicher zu stellen. Dazu gehören nicht allein die Be¬gabtenförderung und Hilfestellung bei Lernschwachen, sondern auch die soziale Integration und die Vermittlung von gesellschaftlich-kulturellen Werthaltungen. Nur so werde die Schule jenen Anforderungen gerecht, die beim Übergang ins Erwerbsleben erforderlich sind, stellt Lan¬dertshammer abschließend fest. (BS)

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