Grossmann: Energiepolitik von Bartenstein ist Schock für den Wirtschaftsstandort Steiermark!

Nach Abschaltung von Verbund-Kraftwerk-Voitsberg ist Versorgungssicherheit in Steiermark nicht mehr gegeben

Wien (SK) - Verärgert reagiert SPÖ-Abgeordnete Elisabeth Grossmann darauf, dass der Verbund der steirischen Industrie mit einer Rationierung von Strom droht. Laut einem Bericht des "Wirtschaftsblatt", wird ab November der Stromzufluss in die Steiermark aus dem Norden Österreichs begrenzt, weil das Netz massiv überlastet sei. "Es kann sich dabei nur um einen schlechten Witz handeln", sagt die SPÖ-Abgeordnete. Sie verweist darauf, dass der Verbund zugleich sein leistungsstärkstes Kraftwerk in der Steiermark, das ATP-Kraftwerkes in Voitsberg mit einer Leistung von 330 Megawatt, vor einer Woche außer Betrieb genommen hat. ****

Grossmann kritisiert, dass der Verbund alle Bemühungen, das Kraftwerk solange in Betrieb zu halten, bis Ersatzprojekte die entfallene Leistung kompensieren können, "in arroganter Weise vom Tisch gewischt" habe. Sie warnt davor, dass die Versorgungssicherheit für den Wirtschaftsstandort Steiermark und für den gesamten südlichen Bereich nach der Außerbetriebnahme des Kraftwerkes Voitsberg nicht mehr gegeben ist.

Knapp eine Woche nach dem Abstellen des ATP-Kraftwerkes in Voitsberg, nach einem Drittel seiner möglichen Laufzeit bei einem Restwert von 72 Mio. Euro, erklärt nun die Verbund-Tochter APG, dass die Versorgung im Winter 2006/07 nicht mehr garantiert werden kann und 180 Megawatt fehlen. Die Abgeordnete hält fest, dass sie mehrmals auf die Verzögerung bei Behördenverfahren für den Bau der 380kV-Leitung hingewiesen hat und daher die Abschaltung des Kraftwerkes Voitsberg "der Gipfel der Kurzsichtigkeit" sei.

"Nach diesem Schildbürgerstreich lässt sich klar erkennen, dass die Energiepolitik der Schwarz-Orangen Regierung völlig versagt hat. Der Steirische Spitzenkandidat der ÖVP, Wirtschaft- und Arbeitsminister Bartenstein, hat als Eigentümervertreter jetzt die Verantwortung für die Gefährdung des Wirtschaftsstandortes Steiermark zu übernehmen", forderte Grossmann abschließend. (Schluss) wf/mp

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