Kapitalmarktbeauftragter Schenz zur geplatzten OMV Verbund Fusion

Wiederverstaatlichung der OMV undenkbar

Wien (OTS) - Der Regierungsbeauftragte für den Kapitalmarkt
Richard Schenz hält zum Scheitern der OMV Verbund Fusion folgendes fest:
"Obwohl ich mich als ehemaliger Generaldirektor der OMV grundsätzlich nicht zu geschäftspolitischen Aktivitäten der OMV äußere, halte ich es im Interesse des österreichischen Kapitalmarktes für notwendig, klare Worte zu den jüngsten Entwicklungen in dieser Angelegenheit zu sprechen.
Die erfolgreiche Stärkung des österreichischen Kapitalmarktes in den vergangenen Jahren beruht zu einem großen Teil auf der konsequenten Privatisierungspolitik der österreichischen Bundesregierung. Die Privatisierung der ÖIAG - Unternehmen hat diese erwiesenermaßen zu großen wirtschaftlichen Erfolgen geführt, von denen die Mitarbeiter dieser Unternehmen und die gesamte Volkswirtschaft profitieren. Im Gegensatz dazu sind die Nachteile von zu großen staatlichen oder parteipolitischen Einflüssen auf Unternehmen hinreichend belegt.

Vor diesem Hintergrund ist für mich völlig unvorstellbar, die OMV jetzt mehrheitlich zu re-verstaatlichen. Eine solche Wiederverstaatlichung würde meiner Meinung nach dem Unternehmen OMV und dem österreichischen Kapitalmarkt großen Schaden zufügen. Auch aus meiner Sicht bestand daher keine andere Option als den Zusammenschluss abzusagen."

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