Gender Budgeting: Kärnten muss aktiv werden!

Labg. Sieglinde Trannacher fordert rasche Einführung des Gender Budgetings in Kärnten

Klagenfurt (SP-KTN) - 52% der Kärntner Bevölkerung sind benachteiligt. "Sie bekommen weniger Gehalt, haben schlechte Jobs und sind in weit höherem Ausmaß von Armut betroffen", zählt Trannacher die Nachteile auf, mit denen die größte Bevölkerungsgruppe, die Frauen, noch immer konfrontiert ist. Um hier eine entsprechende Gerechtigkeit dauerhaft herzustellen, ist das Land Kärnten und besonders Finanz- und Wirtschaftsreferent Haider gefordert. Gender Budgeting, also eine geschlechtergerechte Budgetpolitik, ist ein wesentlicher Schritt in Richtung dieser Gerechtigkeit. Das bedeutet nichts anderes, als dass jeder Mittelfluss auf seine Auswirkungen auf beide Geschlechter betrachtet werden soll. "In der Praxis heisst das, etwa den Mitteleinsatz für bestimmte Bereiche auf Geschlechtergerechtigkeit zu überprüfen.

Trannacher verweist auf eine # im Kärntner Landtag eingebrachte SPÖ-Initiative, wonach Kärnten sich zur Anwendung des Gender Budgetings vorerst in den Bereichen Tourismus, Kultur und Wirtschaft verpflichten soll. "Ich fordere alle Vertreterinnen und Vertreter des Kärntner Landtages auf, sich unserer Forderung anzuschließen, um ein sichtbares Zeichen gegen die Benachteiligung von Frauen zu geben", so die Frauenvorsitzende der SPÖ. Sie betont, dass es nicht darum geht, Frauen zu bevorzugen, sondern um die "eigentlich selbstverständliche Forderung" nach gleichen Chancen und gleichen Rechten.

Mit der Forderung nach einer Anwendung des Gender Budgetings ist Kärnten keineswegs Vorreiter. Die Analyse öffentlicher Budgets in Bezug auf Auswirkungen der Ausgaben- und Einnahmenpolitik auf Frauen und Männer wurde bereits in Oberösterreich gestartet. Trannacher betont, dass ihre Forderung auf einer Verpflichtung seitens der EU beruht, Gender Mainstreaming als Strategie zur Gleichstellung von Frauen und Männern in den Mitgliedsländern anzuwenden. Gender Budgeting sieht Trannacher als einen Teil des Gender Mainstreamings und somit ist Kärnten dazu angehalten die EU-Vorgaben zu erfüllen.

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