Neugebauer: Brauchen Solidarität des Miteinanders

Es lohnt sich, für das Lebensmodell Europa weiter zu arbeiten

Wien (ÖVP-PK) - Die Grünen haben das heutige Thema beim Europatag des Nationalrats gewählt. Die europäische Perspektive ist allerdings bei den ersten zwei Wortmeldungen der Grünen nicht einmal ansatzweise durch konstruktive Vorschläge angesprochen worden, bedauerte heute, Mittwoch, ÖAAB-Bundesobmann ÖVP-Abg. Fritz Neugebauer anlässlich der heutigen Sitzung zum Thema "Initiativen für ein soziales Europa". Er, Neugebauer, habe schon "mit einer großen Lupe suchen müssen", wann der Grüne EU-Repräsentant Voggenhuber das letzte Mal den Begriff der "sozialen Dimension" gebraucht habe: Das war im Oktober 2005. "Ihre Repräsentanz ist also verbesserungswürdig", so Neugebauer in Richtung Grüne. ****

Anschließend umriss der ÖVP-Abgeordnete seine Erfahrungen gerade mit den Jungen in unserer Bevölkerung:

- Es werde sehr wohl erkannt, dass hier seit 2000 in der Politik eine Trendwende eingetreten ist, verwies Neugebauer auf die frühere fahrlässige Anhäufung von Schuldenbergen zulasten der Jugend und der noch nicht Geborenen durch die SPÖ.

- Der Stellenwert der Anfang der 90er unter dem ehemaligen Vizekanzler Josef Riegler entwickelten ökosozialen Marktwirtschaft werde als das Überlebensprinzip anerkannt.

- Die Menschen sorgen sich um ihre Beschäftigung. Europaweit gebe es 20 Millionen Menschen, die eine sinnstiftende Arbeit haben wollen. Österreich habe verantwortungsbewusst viel Steuergeld in die Hand genommen, um Rahmenbedingungen für mehr Beschäftigung zu schaffen. "Wenn man Ihnen zuhört, so denken Sie offenbar ausschließlich ans Verteilen. Da gibt es aber vorher noch etwas: Man muss zuerst wirtschaften, um verteilen zu können", so Neugebauer in Richtung Opposition.

- Die Jugend wolle zudem mehr Teilhabe und Transparenz. Er, Neugebauer, könne bei jungen Menschen keine Politikmüdigkeit feststellen. Mit erfrischender Offenheit sei eine Wertediskussion festzustellen, die sich vor allem dem Einzelnen zuwende. Neugebauer verwies auf einen deutschen Kardinal, der einmal sagte: "Jeder Mensch wird als Original geboren, die meisten sterben als Kopien. Unsere Politik ist dazu da, die Anliegen des Einzelnen zu verdichten." Der ÖVP-Abgeordnete verwies in diesem Zusammenhang auch auf das Modell der Subsidiarität. Es müsse eine Solidarität des Miteinanders gegen den politischen Egoismus geben, zeigte sich Neugebauer zuversichtlich, dass dies auch gelingen werde.

Neugebauer verwies abschließend auf einen Ausspruch des französischen Außenministers Robert Schuhmann hinsichtlich eines Vereinten Europas. Dieser habe ausgeführt, dass Europa nicht an einem Tag entstehen werde, sondern durch Taten. Neugebauer abschließend: "An diesen hat auch die EU-Präsidentschaft Österreichs einen hohen Anteil. Es lohnt sich, für das Lebensmodell Europa weiter zu arbeiten und dieses zu stärken."
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