ÖAMTC: Elf Kinder starben 2005 im Pkw, die Hälfte von ihnen nicht gesichert (Teil 2)

Fehlt der Kindersitz, führt bereits ein leichter Unfall zu schweren Verletzungen

Wien (OTS) - 2005 sind laut Verkehrsunfallstatistik (KfV) 1.610 Kinder österreichweit bei Verkehrsunfällen im Pkw verunglückt. Jedes zehnte war zum Zeitpunkt des Unfalls ungesichert: Davon waren 42 Kinder unter sechs Jahre und fast dreimal so viele, nämlich 123, zwischen sieben und 14 Jahren alt. Ganz egal, ob Eltern mit Kindern nur kurz zum Einkaufen fahren oder sich auf eine längere Reise in den Urlaub aufmachen: Die Kleinen müssen in jedem Fall im Kindersitz gesichert sein. "Schon bei geringer Fahrgeschwindigkeit kann durch ein plötzliches Bremsmanöver erhöhte Verletzungsgefahr bestehen", erklärt ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl.

Zehn Experten-Tipps zum Kauf und Gebrauch von Kindersitzen

1. Laut Gesetz müssen Kinder bis 14 Jahre oder einer Körpergröße von 150 cm mit einem Kinder-Rückhaltesystem gesichert werden.
2. Grundsätzlich gilt, immer mit Sprössling und Auto zum Kindersitzkauf kommen. Nur so kann der beste Sitz ausgewählt und vor dem Kauf gleich zur Probe eingebaut werden.
3. Der Kindersitz muss sich fest auf dem Fahrzeugsitz anbringen lassen. Er soll kippsicher sein und darf nicht verrutschen.
4. Auf den richtigen Gurtverlauf beim Kind achten. Der Schultergurt soll über die Schultermitte, der Beckengurt so tief wie möglich über die Leistenbeuge gehen.
5. Gurtlose Sitze vermeiden. Das Kind soll immer straff angegurtet sein.
6. Gurtverlauf und Kopfabstützung dem wachsenden Kind anpassen.
7. Babyschalen müssen immer gegen die Fahrtrichtung montiert werden. Becken- und Schultergurt dürfen auf keinen Fall vertauscht werden. 8. Rückwärts gerichtete Systeme nicht bei aktiven Front-Airbags auf dem Beifahrersitz verwenden.
9. Sitzschalen mit Hosenträgergurt (Gruppe I): Der Gurt muss nach dem Festschnallen des Kindes immer nachgespannt werden, damit er straff anliegt. Anpassen des Gurts an die Schulterhöhe des Kindes nicht vergessen.
10. Sitzerhöher mit Rückenstütze (Gruppe II und III): Beckengurt des Autos immer unter den seitlichen Führungshörnern am Kindersitz durchführen. Wenn sich das Kind schon selber anschnallt, unbedingt den korrekten Gurtverlauf kontrollieren.

"Nicht nur der eigenen Sicherheit zuliebe, sondern auch wegen der großen Vorbildwirkung für die Kinder, müssen auch die Eltern immer angeschnallt im Auto unterwegs sein", sagt ÖAMTC-Techniker Kerbl abschließend.

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