FPÖ: BAWAG-PSK wird billig verscherbelt

Hofer: Viertgrößte Bankengruppe des Landes wird weit unter Wert auf den Markt geworfen

Wien (OTS) - Die FPÖ warnt den ÖGB davor, die viertgrößte Bankengruppe des Landes, die BAWAG-PSK, weit unter ihrem tatsächlichen Wert zu verscherbeln. Die Unsicherheiten über den Ausgang von gerichtsanhängigen Streitfällen in den USA sowie Unklarheiten über weitere "Leichen im Keller" mindern den erzielbaren Preis derzeit drastisch.

FPÖ-Vizebundesparteiobmann Norbert Hofer: "Verglichen mit Übernahmen von Banken in jüngerer Vergangenheit ist der kolportierte Preis von rund 2 Milliarden Euro aber auch unter diesen Aspekten viel zu niedrig. Dazu kommt noch der zu erwartende Verlustvortrag, den ein allfälliger Übernehmer der BAWAG PSK lukrieren und im Rahmen der Gruppenbesteuerung auch leicht verwenden könnte."

Treffen die Meldungen zu, welche der BAWAG-PSK bislang nicht ordentlich verbuchte und nicht konsolidierte Verluste bis in eine Höhe von 3 Milliarden Euro zuschreiben, so ergibt sich für einen Käufer alleine daraus eine Ersparnis an Körperschaftsteuer von bis zu 750 Millionen Euro. Dazu kommt noch eine Bundeshaftung von 900 Millionen Euro für den Konzern sowie weitere Haftungen für den Unternehmensteil PSK.

Hofer: "Sollte die BAWAG-PSK tatsächlich um etwa 2 Milliarden Euro den Eigentümer wechseln, so begeht der ÖGB Kapitalvernichtung unübersehbaren Ausmaßes. Daß dies zu Lasten der arbeitenden Bevölkerung und der Konsumenten geht, liegt auch an der Wirtschaftspolitik der schwarz-orangen Bundesregierung."

Die FPÖ fordert den ÖGB erneut und energisch dazu auf, von einem Verkauf der BAWAG PSK, nicht zuletzt zu den kolportierten Schleuderpreisen, Abstand zu nehmen. Hofer: "Die Gewerkschaftsführung sollte sich lieber ein Beispiel an ihren Mitgliedern und kleinen Funktionären nehmen, endlich die Ärmel aufkrempeln und sich an die Sanierung der BAWAG-PSK machen. Ein Verkauf zum jetzigen Zeitpunkt ist jedenfalls, ich will es so formulieren, wenig intelligent und kann nur durch eine Panikreaktion überforderter politischer Emporkömmlinge erklärt werden."

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