FPÖ begrüßt Eigenständigkeit des Verbund

Hofer: "Verbund muß sich auf Produktion erneuerbarer Energie konzentrieren"

Wien (OTS) - Die FPÖ, die nach dem Bekanntwerden der geplanten Fusion OMV-Verbund als erste Partei ihren politischen Standpunkt unmißverständlich klargelegt hat, begrüßt die nun weiterhin sichergestellte Eigenständigkeit des heimischen Verbund.

FPÖ-Vizebundesparteiobmann Norbert Hofer bezeichnet das Scheitern des Deals als grobe Niederlage des Duos Gusenbauer-Schüssel. Hofer:
"Beide Parteichefs wurden von ihren Länderorganisationen zurückgepfiffen. Die Landeshauptleute haben vernünftig und im Sinne Österreichs entschieden. Dazu kann ich nur gratulieren."

Für den Verbund ergibt sich nun die große Chance, als Produzent von erneuerbarer Energie in Europa eine maßgebliche Rolle zu spielen. Hofer: "Die Energiekonzerne Europas stecken, obwohl sie in den letzten zwei Jahren hohe Gewinne eingefahren haben, in einer Krise. Sie bieten erstens keine substantiellen Lösungen für die CO2-Emissionen und geraten im Rahmen des Emissionshandels unter Druck und zweitens sind die Preise für fossil-atomare Energien so stark gestiegen - was sie laut überwiegender Expertenmeinungen auch weiterhin tun werden - , daß einzelne erneuerbare Energieressourcen, wie etwa Strom aus Wasserkraft relativ billiger geworden sind. Für den Verbund ist das ein wichtiger strategischer Vorteil."

Die FPÖ fordert von der Republik als Eigentümer, die strategischen Leitlinien des Unternehmens so festzusetzen, daß der Verbund sich vornehmlich um die Nutzung erneuerbarer Ressourcen in Österreich bemüht. Der Bau von Gaskraftwerken, so Hofer, erhöht die Abhängigkeit Österreichs und könne daher nicht Unternehmensziel eines mehrheitlich im Staatsbesitz befindlichen Unternehmens sein.

Hofer: "Wir sind anders als die Grünen für den weiteren Ausbau und die Nutzung von Wasserkraft und für eine Bauoffensive im Bereich der Biomasseanlagen. Die von den Grünen befürchtete erhöhte Feinstaubbelastung ist technisch in den Griff zu bekommen. Wesentlich ist, daß Österreich sind von Importen fossiler Energieträger Schritt für Schritt unabhängig macht."

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