Dachverband Energie-Klima begrüßt Ende des Stillstands bei Ökostromförderung

Kanduth: "Novelle ein notwendiger Zwischenschritt auf dem Weg zu einer nachhaltigen Stromwirtschaft"

Wien (PWK341) - Der Dachverband Energie-Klima sieht im Beschluss
der Novelle zum Ökostromgesetz einen notwendigen Kompromiss. "Dieser Kompromiss ermöglicht, dass endlich wieder neue Anlagen genehmigt werden", stellt sein Obmann Robert Kanduth fest: "Jetzt können die Investoren wieder neue Projekte entwickeln und realisieren, denn es besteht nun bis 2011 Klarheit darüber, dass Förderungen zur Verfügung stehen." Aus volkswirtschaftlicher Sicht handelt es sich dabei aber gar nicht um eine Förderung, da die Branchen zur Nutzung erneuerbarer Energieträger eine jährliche inländische Wertschöpfung von 1,1 Mrd Euro schaffen und zusätzlich mehr als 30.000 Personen einen Arbeitsplatz (incl. Bereitstellung des Energieträgers Holz) bieten, argumentiert der Branchenvertreter. "Die nächsten Jahre und die jährlich zu bestimmenden Stromabnahmetarife werden zeigen, wie viele Ökostromanlagen sich unter den gegebenen Rahmenbedingungen umsetzen lassen. Wir gehen aber davon aus, dass der ständige Anstieg der Strompreise eine wirtschaftliche Betriebsführung erlaubt."

Robert Kanduth begrüßt, dass der gesetzlich vorgeschriebene Anteil des Ökostroms am Gesamtstromverbrauch bis 2010 von vier auf zehn Prozent gesteigert wird. "So soll sich der Ökostrom immer mehr zu einem wesentlichen Standbein der österreichischen Energieversorgung entwickeln. Und es war wichtig, die derzeitige Blockade für die Ökostromwirtschaft aufzuheben."

Langfristig werde sich der Ökostrom als umweltfreundliche und verlässliche Energieversorgung mit hoher inländischer Wertschöpfung durchsetzen. Der rasante Anstieg der Energiepreise und die Unsicherheit in der Versorgung mit fossilen Energieträgern machten erneuerbare Energien zur wirtschaftlichen Alternative. Insofern sei die Novelle auch nur als - notwendiger - Zwischenschritt auf dem Weg zu einer nachhaltigen Stromwirtschaft zu werten.

Das Fördervolumen von 17 Millionen Euro jährlich verteilt sich ausgewogen mit je 30 Prozent auf Biomasse, Biogas und Wind. Die restlichen 10 Prozent entfallen auf Photovoltaik (Deckelung von 15 Megawatt fällt weg) und die sonstigen Ökostromarten. Eine zusätzliche Erhöhung (Verdopplung) des Fördervolumens für Photovoltaikanlagen ergibt sich aus der Förderung durch die Bundesländer.

Die Erhöhung des Fördervolumens von 5% auf 10% für Photovoltaikanlagen und sonstigen Ökostrom ist nach Ansicht Kanduths ein deutliches Zeichen des Vertrauens in die Zukunft der Photovoltaikindustrie in Österreich. Jedoch hätte gerade für diese Branche mit ihrer Innovationsstärke und den technologischen Spitzenleistungen die Förderung wesentlich großzügiger ausfallen müssen, um die Wettbewerbskraft zu stärken. Gesamt fließen in den nächsten 6 Jahren 1,15 Mrd Euro in die Förderung von neuen Ökostromanlagen. Den Ökostromanlagenbetreibern wird nach 12 Jahren Förderung weitere 12 Jahre die Abnahme des Stroms zu Marktpreisen garantiert. Die Abnahmeverpflichtung endet bei allen Ökostromanlagen 24 Jahre nach Inbetriebnahme der Anlage. Zusätzlich zu diesen Förderungen werden einmalige Investitionszuschüsse in der Höhe von 50 Mio Euro für mittlere Wasserkraftanlagen und 60 Mio. Euro für Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen bis zum Jahr 2012 als Unterstützung zur Verfügung stehen.
Der Dachverband Energie-Klima, die Branchenvertretung der Technologien zur Nutzung erneuerbarer Energieträger in der Wirtschaftskammer Österreich, setzt sich für Rahmenbedingungen ein, die den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energiewirtschaft fördern. (hp)

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