Neues Volksblatt: "ORF-Stürme" (von Christian Buchar)

Neues Volksblatt: "ORF-Stürme" (von Christian Buchar) Ausgabe vom 24. Mai 2006

Wien (OTS) - Dass die Opposition in Wahljahren gegen den ORF Sturm läuft und ihn als zu regierungsfreundlich kritisiert, ist nichts Neues. Es gehört zum Standardrepertoire oppositioneller Wahlstrategen, um Regierungsauftritten in der "Zeit im Bild" das Odium des Unanständigen zu verpassen und zugleich versteckten Druck auszuüben, um für sich selbst den einen oder anderen Auftritt mehr herauszuschinden.
Natürlich gehören unabhängiges Arbeiten und interne Konkurrenz zur Steigerung journalistischer Qualität zu Grundbedingungen, die für den ORF zu stellen sind. Zur Garantie derselben ist _ als nötigste Grundlage _ die journalistische und (unternehmens)politische Qualität der ORF-Führungskräfte gefordert. Und natürlich ist auch Zurückhaltung der politischen Parteien _ und zwar aller _ Bedingung. Ebenso aber wie eine gewisse Grundehrlichkeit: Denn die Konstruktion des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Österreich macht praktisch alle Parteien zu >=Playern" im Unternehmen. Und wer sich unter SP-Kanzlern blind und taub gegenüber Einflussnahmen gestellt hat, jetzt aber nach Unabhängigkeit schreit, ist wenig glaubwürdig.

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