Ist nur ein toter Bär ein guter Bär?

Der Österreichische Tierschutzverein stellt Interesse an Wiederansiedelung in Frage

Wien (OTS) - Auf dem Papier sollen alle wieder angesiedelt werden, Wolf, Luchs, Bär... Der Bär hatte bis jetzt auch eine reelle Chance geduldet zu werden, aber nur wenn er sich möglichst unauffällig benimmt.
Das jüngste Beispiel des wanderlustigen Braunbären, den Umweltminister Schnappauf in Bayern zum Abschuss freigegeben hatte, darf nun auch in Tirol erlegt werden.

Einerseits sprechen Experten davon, dass eine Bärenpopulation in Österreich auf Dauer nur eine Chance mit etwa 50 Tieren hat, zurzeit sind es zwischen 25-30, und dass es wünschenswert ist, wenn männliche Tiere wandern und damit die Populationen mischen, andererseits wird dieser Bär nun zum Abschuss freigegeben, weil er genau das tut.

Bären reißen Tiere, ob dieser Bär tatsächlich ein "unkalkulierbares Risiko" ist, scheint fraglich, denn selbst die Jäger möchten ihn noch beobachten und dann entscheiden.

Wir werden niemals wieder eine intakte Natur herstellen können, wenn alles, was sich nicht genau an unsere Vorstellungen hält, gnadenlos ausgemerzt wird. Die Natur geht ihre eigenen Wege, dies müssen wir akzeptieren, in diesem Fall sollen die gerissenen Schafe selbstverständlich finanziell abgegolten werden.

Wir Menschen müssen endlich lernen, dass wir nicht die Alleinherrschaft über diesen Planeten haben.

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Österreichischer Tierschutzverein
Marion Löcker
Tel.: 01/8973346

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