SP-Bauer: Für eine zukunftsorientierte Energiepolitik

Wien (SK) - "Als Vorsitzender der Plattform gegen den Ausverkauf Österreichs habe ich mich immer vehement gegen den Ausverkauf unseres heimischen Wassers ausgesprochen und konnte dank der Unterstützung der Länder Niederösterreich, Wien, Burgenland und Oberösterreich dazu beitragen, den seinerzeit geplanten Verkauf von Anteilen des Verbund-Konzerns an die deutsche E.ON zu verhindern", so SPÖ-Abgeordneter Hannes Bauer, "damit wurde die Voraussetzung erhalten, heute über eine große österreichische Lösung im Energiebereich zu sprechen". ****

Es sei daher durchaus erfreulich, dass sich im Zusammenhang mit der angedachten Fusion von OMV und Verbund-Konzern auch die Landeshauptleute für den Erhalt des österreichischen Wassers einsetzen, betonte Bauer am Dienstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst.

Allerdings müsse in diesem Zusammenhang auch darauf hingewiesen werden, dass in einigen Landes-Energiegesellschaften schon erhebliche Beteiligungen von ausländischen Energieunternehmen bestehen. Derzeit halten z.B. die französischen Energieriesen Electricité de France und Gaz de France über ihre Beteiligungsgesellschaft Societé d´Investissement en Autriche 25 Prozent plus eine Aktie an der steirischen ESTAG, die deutsche RWE ist mit 49 Prozent an der Kärntner Energieholding Beteiligungs GmbH, dem Mehrheitseigentümer der KELAG, beteiligt und in Niederösterreich besitzt die deutsche EnBW 30 bis 40 Prozent an der EVN.

Selbstverständlich steht auch für die österreichische Sozialdemokratie der Schutz der heimischen Wasserkraft vor einem Ausverkauf sowie die Versorgungssicherheit für unser Land im Mittelpunkt der energiepolitischen Forderungen, betont der Abgeordnete.

Gerade durch den Zusammenschluss von OMV und Verbund-Konzern würde ein großes österreichisches Energieunternehmen europäischen Zuschnitts entstehen, das imstande wäre, sowohl für den Schutz der heimischen Wasserkraft vor einem Ausverkauf als auch für die Sicherung der Energieversorgung zu sorgen, erläuterte Bauer. Dieser neue österreichische Energiekonzern würde durch die Vorwärtsintegration der OMV und die Rückwärtsintegration des Verbunds zu einem relevanten Player werden, der sich in Mittel- und Osteuropa hervorragend positionieren und eine expansive Investitionspolitik betreiben könnte, die letztlich auch zu mehr Beschäftigung und technologischer Entwicklung in Österreich führen würde.

Außerdem wäre dieses Unternehmen in der Lage, einen wichtigen Beitrag zur ökologischen Energiegewinnung durch verstärkte Forschungen im Alternativbereich, den Ausbau alternativer Energieträger sowie die Errichtung von Gas-Kraftwerken in den neuen Mitgliedstaaten der Europäischen Union zu liefern. "Dadurch könnte endlich eine wirksame Gegenstrategie zum drohenden Ausbau der Atomenergie in diesen Ländern realisiert werden", schloss Bauer. (Schluss) wf/mp

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