VP-Korosec: Brauchen Kinder Sozialarbeit?

Gesetzesnovelle verschlechtert Qualität der Sozialarbeit in Wien

Wien (VP-Klub) - "Die Verbindung zwischen dem Gesundheits- und dem Sozialbereich muss in Wien endlich ausgebaut werden. Gerade für Kinder und Jugendliche auf der einen Seite und für ältere Menschen auf der anderen Seite bilden professionell ausgebildete SozialarbeiterInnen eine unerlässlich Brücke zwischen der stationären Versorgung im Spital und einer ambulanten Versorgung außerhalb der Spitalsmauern, beispielsweise zu Hause", kritisiert die Gesundheitssprecherin der ÖVP Wien, LAbg. Ingrid Korosec, die geplante Novellierung des Wiener Jugendwohlfahrtsgesetzes.

Gestern endete die Begutachtungsfrist zum neuen Wiener Jugendwohlfahrtsgesetz. Eine Novellierung dieses Gesetzes wurde notwendig, da sich die Ausbildung für SozialabeiterInnen änderte. Warum in der Novellierung die Verpflichtung zur muttersprachlichen Betreuung und der Spitalsverbindungsdienst gestrichen wird, ist für Korosec aber nicht erklärbar. Dies würde zu einer massiven Verschlechterung der Betreuung der Kinder und Jugendlichen in Wien während und nach dem Spitalsaufenthalt führen. Für bedenklich hält sie es auch, dass die notwenige Sozialarbeit zukünftig nicht mehr ausschließlich von speziell ausgebildeten SozialarbeiterInnen geleistet werden muss. Ob die vergleichsweise geringe Einsparung im Personalbereich den Qualitätsverlust wert ist stellt Korosec in Frage.

"Statt die wichtigen Verbindungsdienste durch SozialarbeiterInnen zwischen Spital und Jugendamt zu gefährden, muss ein klares Bekenntnis zu diesen unerlässlichen Diensten Seitens der SP-Landesregierung erfolgen", fordert Korosec ein Ende der blinden Sparwut im Sozial- und Gesundheitsbereich.

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