Stadtschulrat-Vizepräsident Strobl fordert Vorbereitungsklassen für Ausländer ohne Deutschkenntnisse

Wien (VP-Klub) - Maximal 30% Ausländeranteil pro Klasse, wie dies von ÖVP Stadtrat Johannes Hahn gefordert wurde, sei international bei erfolgreichen Integrationsbeispielen üblich. Dabei geht es vor allem um jene Schüler, die die Sprache noch nicht ausreichend beherrschen. Wien hat sich in die falsche Richtung entwickelt, kritisiert der Wiener Stadtschulratsvizepräsident Prof. Walter Strobl die aktuellen Integrationsmaßnahmen an den Wiener Pflichtschulen. "Wir haben hier richtige Ausländerghettoschulen mit 80 bis 100% Ausländeranteil. Wie soll da Integration gelebt werden bzw. funktionieren?", kritisiert Strobl die Wiener SPÖ.

"So, wie sich die Integrationsarbeit derzeit an Wiener Schulen darstellt, ist sie weitgehend gescheitert. Das wichtigste Ziel ist die Beherrschung der Unterrichtssprache und das wird sehr oft nicht oder nur sehr schlecht erreicht. Wer die deutsche Sprache nicht kann, ist und bleibt gesellschaftlich und beruflich ausgegrenzt."

50% der Schulanfänger mit Migrationshintergrund sind außerordentliche Schüler

Besonders dramatisch ist die Situation beim Schuleinstieg. Die Hälfte der Kinder mit Migrationshintergrund sind außerordentliche Schüler, das heißt, sie können wegen ihrer mangelnden Sprachkenntnis nicht beurteilt werden. Strobl wirft in dieser Frage der Wiener SPÖ massives Versagen vor. Seit vielen Jahren fordert die ÖVP das letzte Kindergartenjahr gratis zur Vorbereitung der 5-Jährigen auf den Schuleintritt, doch nichts geschieht. Sinnvoll wäre dabei auch die Erfassung der Mütter. Sie sind oft die eigentliche Ursache dafür, dass selbst Kinder, die in Wien geboren wurden, nicht Deutsch sprechen.

Vizepräsident Strobl fordert daher - so wie in den skandinavischen Ländern sehr erfolgreich praktiziert - eigene Vorbereitungsklassen, in denen Schüler ohne ausreichende Sprachkenntnisse für durchschnittlich ein halbes Jahr zusammengefasst werden und intensiven Sprachunterricht erhalten. Dabei sollen auch praktische Informationen über Österreich vermittelt werden. Damit soll den Kindern auch ein "Kulturcrash" erspart werden. Strobl: "Erst wenn die Kinder die Unterrichtssprache ausreichend beherrschen werden sie in ihre Sprengelschule integriert. Wenn es in Wien nicht zu einem dramatischen Erwachen durch mangelhaft integrierte Ausländer kommen soll, ist jetzt rascher Handlungsbedarf bei der Wiener SPÖ gegeben."

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