Entwicklungszusammenarbeit als "Hilfe zur Selbsthilfe"

Land Vorarlberg unterstützte 650 Projekte mit mehr als zehn Millionen Euro

Bregenz (VLK) - Seit mehr als 45 Jahren wird mit Entwicklungshilfemitteln des Landes Vorarlberg engagierte Aufbauarbeit in den ärmsten Staaten der Welt gefördert. Diese Unterstützung versteht sich als "Hilfe zur Selbsthilfe", betonten Landeshauptmann Herbert Sausgruber und Landesrätin Greti Schmid im heutigen Pressefoyer. Ein herausragendes Beispiel für die Umsetzung dieses Mottos ist der unschätzbare Einsatz von Bischof Erwin Kräutler für die Ärmsten im brasilianischen Urwald.
Im Jahr 1960 hat der Landtag erstmals Mittel für die Entwicklungszusammenarbeit zur Verfügung gestellt - damals einen Betrag von 250.000 Schilling (rund 18.200 Euro). Heute ist die Entwicklungszusammenarbeit im Landesbudget mit jährlich rund 436.000 Euro dotiert. Insgesamt hat das Land Vorarlberg ca. 650 Projekte in der Dritten Welt mit mehr als zehn Millionen Euro unterstützt. Dazu kommen jährlich ca. 200.000 Euro, mit denen Hilfsprojekte in osteuropäischen Staaten (z.B. Albanien) unterstützt werden. "Das heißt, dass Vorarlberg jährlich weit über 600.000 Euro für die Entwicklungszusammenarbeit und die Osthilfe verwendet - das ist in Relation zur Einwohnerzahl mehr als in jedem anderen Land in Österreich", so LH Sausgruber.

Armut und Hunger lindern, Gesundheit und Bildung fördern

Gefördert werden vor allem Projekte, bei denen es um die Deckung grundlegender menschlicher Bedürfnisse geht, informierte Landesrätin Schmid: Land- und forstwirtschaftliche Projekte, Versorgung mit Trinkwasser, Aufbau von Schulen, medizinische Basisversorgung und Gesundheitsdienste, Frauen-, Behinderten- und Jugendprojekte, Kleingewerbe und Handel. "Wichtig ist: Es dürfen keine neuen Abhängigkeiten geschaffen werden, die Menschen sollen vielmehr befähigt werden, ihre Lebensverhältnisse aus eigener Kraft zu verbessern", so LR Schmid.

Partner

Das Land Vorarlberg selbst führt keine eigenen Projekte durch, stattdessen werden nichtstaatliche Organisationen (NGO's), Initiativen, aber auch Entwicklungshelfer und Missionare begleitet und finanziell unterstützt. Besonderer Wert wird dabei auf gute persönliche Kontakte zu Projektverantwortlichen in Vorarlberg sowie auf die Umsetzung eines Projektes in Kooperation mit örtlichen Initiativen gelegt. "Diese Vorgehensweise hat sich in der Praxis sehr bewährt", führte der Landeshauptmann an.
(tm)

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