NEWS-Umfrage: 53 Prozent würden ORF-Volksbegehren unterzeichnen.

Für Mehrheit ORF zu sehr unter VP-Einfluss. ORF-Chefredakteur Mück wehrt sich in seinem ersten Interview nach Attacke von Armin Wolf gegen "selbst ernannte Retter."

Wien (OTS) - Laut einer Gallup-Umfrage in der Mittwoch
erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS erklären 53 Prozent der Befragten, dass sie ein Volksbegehren zur Befreiung des ORF vor dem Zugriff der Parteisekretariate unterschreiben würden. Eine klare Mehrheit von 49 zu 44 Prozent sagt, dass der Einfluss der Regierung im ORF überwiegt und dieser nicht ausgewogen berichte.

49 Prozent der Befragten geben an, dass der ORF unter den Parteien die ÖVP am meisten bevorzuge. 18 Prozent sehen dies bei der SPÖ, zwei Prozent bei den Grünen und je ein Prozent bei BZÖ und FPÖ.

In seinem ersten Interview nach der Kritik von ZiB-2 Anchorman Armin Wolf wehrt sich nun ORF-Chefredakteur Werner Mück:
"Selbsternannte Retter gibt es immer wieder. Letztlich liegt es aber an uns, im ORF unsere Zukunft zu gestalten." Abgesehen von "polemischen Zuspitzungen" sehe er als Chefredakteur in dieser Debatte nur Positives, weil sie das Ziel befördere, die TV-Information des ORF zu stärken.

Zur Kritik an seiner Machtfülle erklärt Mück: "Es wird viel von Macht geredet, ich rede von Verantwortung, und ich weiß aus langjähriger Erfahrung, dass schwache Chefredakteure der ORF-Information noch nie besonders hilfreich waren."

Die von Wolf geforderte Strukturreform im ORF lehnt Mück ab: "Wer das Pferd über Personalstrukturen aufzäumt, lenkt aus vordergründigen Motiven vom eigentlichen Ziel einer Programmreform ab und scheitert schon an der ersten Hürde."

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