Integration - SP-Vettermann: "Sprachförderung beginnt in Wien bereits direkt im Kindergarten!"

Wien (SPW-K) - "Dass die Wiener Grünen das Wiener System der Stütz-, Förder- und BegleitlehrerInnen nach ÖVP-Manier angreifen, ist besonders bedauerlich und offensichtlich eine schwarz-grüne Fleißaufgabe", reagierte heute der Bildungssprecher der SPÖ Wien, Gemeinderat Heinz Vettermann, auf Aussagen der Grünen. "Beim Thema Lehrereinsatz und Integration sind die Grünen bei der Stadt Wien wieder einmal an der falschen Adresse: Denn auch Gemeinderätin Jerusalem kennt den Finanzausgleich ganz genau und weiß, dass Wien immer einen verstärkten Lehrereinsatz gefordert hat. Wien hatte bereits ein erfolgreiches Konzept an muttersprachlichen BegleitlehrerInnen, dass aber durch die Kürzungspolitik der Bundesregierung konterkariert wurde." Wien habe im Laufe der Zeit die Hälfte der gekürzten LehrerInnen zurückverhandelt - "trotzdem fordern wir weiterhin 800 LehrerInnen mehr."

Zu den neuen Deutschkursen vor Schuleintritt betonte Vettermann:
"Tatsache ist, dass jene Kinder, die in Wien bereits einen Kindergarten besuchen, dort direkt unterstützt und gefördert werden -und zwar das ganze Jahr über. Insgesamt sind dies 95 aller Kindergartenkinder Lediglich 5 Prozent der Kinder sind Adressaten für die neu angebotenen Deutschkurse vor Schuleintritt: Sie haben bis dato keinen Kindergarten besucht und erhalten nun eine spezielle Sprachförderung an einem Kindergarten in der Nähe ihres Wohnortes."

"Diese Kurse laufen heuer das erste Jahr und werden zu Schulbeginn im September evaluiert. Ziel ist, dass die Kinder ausreichend sprachliche Fertigkeiten erwerben, damit sie dem Unterricht folgen können", so Vettermann weiter. "Bislang konnten alle Kinder, deren Eltern der Sprachförderung zugestimmt hatten, in Kleingruppen von speziellen PädagigInnen kostenlos betreut werden. Wenn sich im Herbst herausstellt, dass diese Kurse nicht ausreichen, kommen 111 zusätzliche PädagogInnen zum Einsatz, die Wien für den Bereich Integration von Kindern mit nichtdeutscher Muttersprache ausverhandelt hat. Ebenso wird es ab Herbst erstmals Deutschkurse für sogenannte "Quereinsteiger" in Hauptschulen geben."

215 MitarbeiterInnen sprechen mehrere Sprachen

Insgesamt werde in städtischen Kindertagesheimen schon seit Jahren großes Augenmerk auf interkulturelle Erziehung und Sprachförderung gelegt. "So werden Kinder mit deutscher und nicht-deutscher Muttersprache in gemeinsamen Gruppen von je einer deutschsprachigen PädagogIn und einer HelferIn betreut", so Vettermann. "Zusätzlich werden in den städtischen Kindertagesheimen jährlich - 2004 waren es 8.000 - alle vierjährigen und sprachauffälligen Kinder von SprachheilpädagogInnen auf Sprach- und Sprechfähigkeit "überprüft". "Falls Bedarf besteht werden sie vor Schuleintritt entsprechend gefördert." Sprachliche Vielfalt spiegle sich schließlich auch beim Personal der Kindertagesheime wieder: "215 MitarbeiterInnen haben eine andere Muttersprache", so Vettermann abschließend. (Schluss)

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