Wiener Grüne kritisieren Migrationspolitik im Schulbereich

Wien (OTS) - Eine Spezialauswertung der PISA-Studie zeige, dass
ein Fünftel der 15- bis 16jährigen Jugendlichen mit Migrationshintergrund die einfachsten Leseaufgaben nicht bewältigen kann. Besonders alarmierend sei, dass kein Unterschied zwischen der ersten und zweiten Generation bestehe. Dies nahmen am Dienstag Klubchefin GR Mag. Maria Vassilakou und GR Susanne Jerusalem in einem Pressegespräch der Wiener Grünen zum Anlass, heftige Kritik an Unterrichtsministerin Dr. Gehrer und Bürgermeister Dr. Häupl zu üben. Sie kündigten auch für die Sitzung des Gemeinderaters am Mittwoch eine Dringliche Anfrage zu diesem Thema an.

Vassilakou sprach sich u.a. entschieden gegen das von der Wiener ÖVP kürzlich vorgeschlagene Modell des "Konzeptes gegen die Sprachlosigkeit" aus, da der dabei gemachte Vorschlag des "Verschickens" auch zu enorm hohen Kosten führen würden. Jerusalem bezeichnete die Ministerin als die "Erfinderin des Sparkurses", sie sei reformresistent, beim Spracherhebungstest für Kinder vor dem Schuleintritt werde auf sprachwissenschaftliche Kompetenz verzichtet. Der Bürgermeister habe dem Finanzausgleich zugestimmt, 1300 Dienstposten für den Bildungsbereich seien ersatzlos gestrichen worden.

Die Grünen sprachen sich weiters im Pressegespräch für eine wissenschaftliche Evaluation des Wiener Pflichtschulwesens unter Beiziehung von Fachleuten aus den Bereichen Lernen, Interkulturelles, Integration, Linguistik und Psychologie aus, für die Erfassung und Veröffentlichung aller relevanter Daten und Fakten, der Erstellung eines Reformkonzeptes und einer Erweiterung der Autonomie der Schulen bezüglich LehrerInneneinsatz. Vor allem aber soll Wien die 1300 gestrichenen Dienstposten zurückbekommen.

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