Eröffnung des ÖAW-Life Sciences Zentrum Wien

Eines der modernsten Laborgebäude Europas beherbergt zwei molekularbiologische Forschungsinstitute

Wien (OTS) - Das Life Sciences Zentrum Wien der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) am Campus Vienna Biocenter wird am heutigen Abend mit einem Festakt eröffnet. Der Bau, der nach Plänen von Boris Podrecca realisiert wurde, beherbergt die beiden Forschungsinstitute IMBA (Institut für Molekulare Biotechnologie) und GMI (Gregor Mendel Institut für Molekulare Pflanzenbiologie), sowie das Vienna Open Lab.

Nach knapp dreijähriger Planungs- und zweieinhalbjähriger Bauzeit wurde Ende 2005 eines der modernsten Laborgebäude Europas fertig gestellt. Nachdem die Innenadaption abgeschlossen ist und die wissenschaftlichen Arbeitsgruppen übersiedelt sind, nimmt das Forschungszentrum nun seinen Vollbetrieb auf und feiert dies mit Vertretern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik. Auf rund 20.000 m2 Bruttogeschoßfläche beherbergt das Gebäude Labors, Büros, Gästezimmer, einen Hörsaal sowie Seminar- und Besprechungsräume und ein Besucherlabor. Dazu kommen Spezialeinrichtungen wie ein 3D-Elektronenmikroskop und eine pathogenfreie Zone, Wuchskammern und Gewächshäuser. Etwa 5/7 der Nutzfläche werden vom IMBA, 2/7 vom GMI genutzt.

Das IMBA (Direktor: Prof. Dr. Josef Penninger) kombiniert Grundlagen- und angewandte Forschung auf dem Gebiet der Biomedizin. In derzeit sieben Gruppen bearbeiten rund hundert Wissenschaftler funktionsgenetische Fragen, besonders in Zusammenhang mit der Krankheitsentstehung. Ziel ist es, das erworbene Wissen in die Entwicklung innovativer Ansätze zur Prävention, Diagnose und Therapie von Krankheiten einzubringen.

Das GMI (Direktor: Prof. Dr. Dieter Schweizer) betreibt grundlagenorientierte Forschung auf den Gebieten der Zell- und Entwicklungsbiologie und der Genetik von Pflanzen. Ein Schwerpunkt der bisher acht Gruppen des GMI gilt den molekularen Mechanismen epigenetischer Phänomene. Derzeit arbeiten am GMI knapp 50 Mitarbeiter in der Forschung.

Die Kommunikation mit der Öffentlichkeit wird im "Vienna Open Lab" - einer gemeinsamen Initiative von dialog<>gentechnik und IMBA -gefördert. Dieses erste biowissenschaftliche Besucherlabor Österreichs bietet Schulklassen und anderen interessierten Gästen die Möglichkeit, unter Anleitung selbst molekularbiologische Versuche durchzuführen.

"Mit dem neuen Gebäude konnten wir unser Anliegen realisieren, Forschung transparent zu machen - nach innen wie nach außen", freut sich Josef Penninger. Viel Tageslicht, ein klares Farbkonzept, offene Foyers und geschützte Rückzugsbereiche wirken sich auch im Arbeitsalltag aus. Dieter Schweizer dazu: "Die Architektur fördert die Kommunikation der Forscher und nutzt die einzigartige Lage am Campus Vienna Biocenter auf optimale Weise."

Das neue ÖAW-Gebäude befindet sich in der Dr. Bohr-Gasse 3 im dritten Wiener Bezirk. Es steht in unmittelbarer Nachbarschaft zum Forschungsinstitut für Molekulare Pathologie (IMP) und zu den Max F. Perutz-Laboratorien der Universität und der Medizinischen Universität Wien. Zwischen dem IMBA und dem IMP besteht eine enge Forschungskooperation. Unter dem Namen "IMP-IMBA Research Center" greifen die beiden Institute auf eine gemeinsame Infrastruktur im wissenschaftlichen und administrativen Bereich zu.

Die Gesamtkosten für die Errichtung des Gebäudes inklusive Ausstattung betrugen rund 64 Millionen Euro. Der Ankauf des Bauplatzes wurde durch die Stadt Wien finanziert. Die Bauwerkskosten von rund 30 Millionen Euro wurden von der Stadt Wien, vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, von der Nationalstiftung und von der ÖAW getragen. Als Generalplaner fungierte der Wiener Architekt Prof. Boris Podrecca, dessen Entwurf sich in einem international ausgeschriebenen Wettbewerb durchgesetzt hatte.

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