FPÖ verlangt Abschaffung der Gesellschaftssteuer

Hofer: KMU-Beschluß erster Schritt in richtige Richtung

Wien (OTS) - Die FPÖ begrüßt den für heute vorgesehenen Beschluß über ein sogenanntes KMU-Paket, daß es auch Kleinstbetrieben als Einnahmen- Ausgabenrechner ermöglicht, über einen Zeitraum von drei Jahren Verluste gegenzurechnen.

FPÖ-Vizebundesparteiobmann Norbert Hofer: "Nachdem die jüngsten steuerpolitischen Maßnahmen vor allem Konzernen zugute gekommen sind, ist das ein allererster Schritt in die richtige Richtung. Die Bezeichnung KMU-Paket ist aber völlig übertrieben. Es gibt noch viel zu tun. Wesentlich für KMUs ist beispielsweise die Abschaffung der Gesellschaftssteuer. Denn dadurch wird die Zufuhr von Eigenkapital in inländische Kapitalgesellschaften besteuert. Die EU hat es sich zum Ziel gesetzt, Gesellschaftssteuern innerhalb der Mitgliedstaaten abzuschaffen. Dies wurde von einigen Staaten bereits umgesetzt, in anderen wurden niemals Gesellschaftssteuern eingehoben. Österreich ist in diesem Bereich Nachzügler."

Die Gesellschaftsteuer stellt, so die FPÖ, ein Hemmnis für Investitionen in heimische Kapitalgesellschaften dar und konterkariert das Ziel, die tendenziell niedrige Eigenkapitalquote von in Form von Kapitalgesellschaften organisierten Unternehmen merklich zu erhöhen.

Hofer: "Während Konzerne die Gesellschaftsteuer bei der Finanzierung ihrer österreichischen Tochtergesellschaften in der Regel durch diverse Gestaltungsmöglichkeiten wie Großmutterzuschüsse umgehen können, ist die österreichische Wirtschaft durch die anfallende Steuer besonders im Bereich der Klein- und Mittelbetriebe mit einer teils dramatischen Unterkapitalisierung konfrontiert. Die FPÖ verlangt daher die ersatzlose Abschaffung der Gesellschaftsteuer."

Die Streichung der Gesellschaftssteuer würde dem Finanzminister 50 Millionen Euro kosten. Hofer: "Das ist also durchaus machbar und führt zu einer besseren Eigenkapitalausstattung und damit Erhöhung der Krisenfestigkeit der Klein- und Mittelbetriebe, was besonders angesichts der eingeschränkten Verfügbarkeit von Fremdkapital im Rahmen des Basel II-Abkommens ab 2007 sehr bedeutsam werden wird."

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