Internationales Symposium "Exil in Südamerika" im Leopold Museum bringt neue Ergebnisse

Neue Buchreihe "Exilforschung heute" erfolgreich gestartet

Wien (OTS) - Die in Anwesenheit hochrangiger Vertreter Perus und
der Österreichischen Regierung im Leopold Museum eröffnete Ausstellung des 1939 nach Lima emigrierten Exil-Künstlers Adolfo Winternitz erfuhr bereits in der ersten Woche starken internationalen Zustrom. Zu Ausstellungsbeginn fand im Leopold Museum im Rahmen der Kooperation mit der Österreichischen Gesellschaft für Exilforschung (öge) mit großem Erfolg das internationale Symposium "Exil in Südamerika" der Wiener Akademie des Exils statt, bei dem neben ExpertInnen die Kinder des Malers aus Peru als Zeitzeugen zu Gast waren. Es brachte wichtige erste Forschungsergebnisse - sie werden in der neuen Buchreihe "Exilforschung heute" (Mandelbaum Verlag) veröffentlicht, deren erster Band "Vom Weggehen. Zum Exil von Kunst und Wissenschaft" (Hg.: Sandra Wiesinger-Stock/Erika Weinzierl/Konstantin Kaiser) von den HerausgeberInnen vor vollem Haus vorgestellt wurde. Er bietet einen ersten Überblick über das breite Spektrum an kulturellen Leistungen von unter dem Nationalsozialismus verfolgten und geflüchteten ÖsterreichInnen (aus Kunst, Literatur, Musik, Theater, Film, Fotografie, Geistes-, Sozial- und Naturwissenschaften, Medizin, Psychoanalyse usw.) Der in Österreich durch Verfolgung, Deportation und Exil stattgefundene "brain drain" ist bis heute deutlich spürbar - Exilkultur und Exilforschung sind Brücken zu einer humanen und innovativen Gegenwart.

Die künstlerischen Anfänge von Winternitz finden sich in der Neuen Sachlichkeit. In Peru widmete er sich der abstrakten Malerei, mit zunehmendem Alter fand er Zugang zu religiösen Motiven. Berühmt wurde er neben der Malerei vor allem durch seine Arbeiten mit Betonglas-und Bleiglasfenstern. Das Leopold Museum widmet ihm anlässlich des 100. Geburtstags die erste große Retrospektive in Europa; sie ist bis zum 7. August zu sehen.

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